Ernährung

Fleischarme Ernährung für besseres körperliche Wohlbefinden

Fleischarme Kost schützt unseren Körper vor Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen und kardiovaskulären Erkrankungen!/Bild:Fotolia
Fleischarme Ernährung für besseres körperliche Wohlbefinden
Julia Haberl

Laut Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist es empfehlenswert ca. zwei Mal pro Woche Fleisch zu verzehren. Unser Fleischkonsum ist jedoch beinahe doppelt so hoch. Wir essen jährlich in etwa 60 kg Fleisch, das sind um 30 kg mehr als die DGE empfiehlt. Diese Ernährungsweise begünstigt die Entstehung von verschiedenen ernährungsabhängigen Krankheiten. Entzündungen, Arteriosklerose, Übergewicht und kardiovaskuläre Erkrankungen können die bittere Folgen von zu hohen Fleischkonsum sein.

Warum hat Fleisch so einen hohen Stellenwert in unserer Ernährung?

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Die Fleischproduktion boomt. Die Massentierhaltung und Großkonzerne haben uns Konsumenten mit ihren Verkaufstricks in der Hand. Früher war es noch etwas Besonderes, wenn es ein Stück Fleisch zum Mittagessen gab. Heute ist dies bereits in vielen Haushalten eine klare Voraussetzung. Fleischlose Gerichte? Nein danke!

Fleisch fördert Entzündungen

Fleisch fördert die Entstehung von Entzündungen. Die im Fleisch enthaltene Arachidonsäure ist teilweise für die Entstehung von Entzündungen im Körper verantwortlich. Vor allem bei chronischen Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Arthritis sollte der Fleischverzehr entsprechend eingeschränkt werden. Bei Vegetariern treten solche Entzündungen deutlich seltener auf. Dies ist somit ein weiterer Vorteil der vegetarischen Kost. Eine Ernährungstherapie kann bei Personen mit chronischen Entzündungen tolle Ergebnisse erzielen und zu einer Linderung der Beschwerden führen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Die Dominanz von Fleisch in der Ernährung kann auch die Entstehung von Herzinfarkten und Schlaganfällen fördern. In tierischen Produkten ist Cholesterin enthalten. Eine zu hohe Zufuhr kann zu Kalkablagerungen an den körpereigenen Gefäßwänden führen. Dies kann zur Verstopfung von Gefäßen oder zum Lösen eines Thrombus führen. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind Todesursache Nummer 1 in Österreich und Deutschland. Eine ausgewogene Kost mit hohen pflanzlichen Anteil wirkt auch in dieser Hinsicht Wunder auf den Körper.

Besser fleischarm als fleischlos!

Fleisch ist kein Gift. Wichtig ist, darauf zu achten, wo das Fleisch herkommt. Ein bis zweimal pro Woche Fleisch vom Bauern aus dem Nachbarort zu essen, ist völlig in Ordnung. Trotzdem sollte man sich immer wieder einmal vegetarische Alternativen in der Küche einfallen lassen, um für die nötige Abwechslung zu sorgen. Auch die vegetarische Küche bietet unterschiedlichste Rezepte. Hier ist auch für jeden Fleischliebhaber das Richtige dabei!