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„Foetus in foeto“: Baby kommt „schwanger“ auf die Welt

Eine kleine Kolumbianerin und ihr Zwilling sorgen weltweit für Aufsehen/ Bild: Fotolia
„Foetus in foeto“: Baby kommt „schwanger“ auf die Welt
Paulin Klärner, BA

Die Headline „schwangeres Baby“, die zurzeit in den sozialen Medien kursiert, klingt erstmal verstörend – doch in Kolumbien hat ein Neugeborenes tatsächlich „schwanger“ das Licht der Welt erblickt. Am 22. Februar wurde die kleine Itzamara geboren und sorgte schon in den ersten Stunden ihres Lebens für zahlreiche Medienberichte und ungläubige Gesichter. Im Bauch des Babys wuchs nämlich ihr Zwilling heran – und dieses Phänomen ist extrem selten.

Extrem seltener Fall

fetus

Eines von 500.000 Babys kommt im Schnitt mit dieser Fehlbildung, genannt „foetus in foeto“ oder „fetale Inklusion“, zur Welt. Bei Itzamara fanden die Ärzte laut Medienberichten im 7. Monat der Schwangerschaft ihrer Mutter eine vermeintliche Leberzyste. Erst nach einigen Ultraschall-Untersuchungen erkannten sie, dass es sich dabei um den Zwilling des Babys handelte. Aufgrund dieser komplizierten Besonderheit musste die kleine Kolumbianerin per Notkaiserschnitt zur Welt gebracht und der Fötus umgehend entfernt werden. Dieser war nicht überlebensfähig gefährdete durch das stetige Weiterwachsen die Organe seines gesunden Zwillings. Laut den behandelnden ÄrztInnen war der Zwilling über Nabelschnur und Darm mit Itzamara verbunden und wies bereits Kopf und Gliedmaßen, jedoch werder Herz noch Gehirn auf. Itzamara  gehe es laut Medienberichten gut, „…sie hat zwar eine kleine Narbe auf ihrem Bauch, aber sie ist ein ganz normales Baby“, bestätigte ihr behandelnder Arzt Dr. Miguel Parra-Saavedra.