Gesundheit

Studie: Hausarbeit hält das Gehirn jung

Eine Studie zeigt, dass selbst geringe körperliche Betätigung enorm positive Auswirkungen auf das Gehirn hat/ Bild: Fotolia
Studie: Hausarbeit hält das Gehirn jung
Paulin Klärner

Bewegung ist nicht nur gut für unseren Körper, sondern auch essentiell für unsere Graue Masse – das ist nicht neu. Die Tatsache, dass jedoch auch minimale körperliche Betätigung, wie etwa die tagtägliche Hausarbeit, die man nicht unbedingt als „Sport“ einordnen würde, das Gehirn nachweislich anregt, wurde nun von einem Forscherteam bestätigt.

Besser ein wenig Bewegung als gar keine!

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Die Forscher schlussfolgern, dass selbst ein paar Minuten körperliche Betätigung, wie etwa den Abwasch zu erledigen oder den Staubsauger zu schwingen, erwähnenswerte Auswirkungen auf die Gehirn-Aktivität haben. „Die Ergebnisse unserer Studie (…) zeigen, dass selbst leichte körperliche Betätigung extrem wichtig für unser Gehirn sein könnte…“, erklärt Dr. Nicole Spartarno, Erstautorin der Studie und Leiterin des Forscher-Teams der University of Boston. Die Untersuchung, die im Jama Network Open veröffentlicht wurde, hat die körperliche Aktivität von 2.354 US-BürgerInnen mittleren Alters mithilfte von Activity-Trackern mindestens 3 Tage lang analysiert. Bei allen ProbandInnen wurden außerdem Gehirnscans durchgeführt, mithilfe derer die Gehirnaktivität und das „Gehirnvolumen“, an dem der Alterungsprozess der grauen Masse gemessen werden kann, analysiert wurden. Laut Forschern verliert das Gehirn  ab dem Alter von 60 Jahren mit jedem weiteren Lebensahr 0,2% seines Volumens.

Die Ergebnisse der Studie:

Die Forscher fanden heraus, dass bereits insgesamt eine Stunde leichte körperliche Aktivität pro Tag zu einem 0,22% höherem Gehirnvolumen führe. Jene TeilnehmerInnen, die täglich mindestens 10.000 Schritte gingen, hatten sogar 0,35% mehr Gehirnvolumen als jene, die weniger als 5000 Schritte pro Tag taten. „Ein hohes Level an körperlicher Betätigung führt zu einem längeren Leben, besserer Lebensqualität und einem geringeneren Risiko, an Demenz zu erkranken“ schlussfolgert Spartano. Und für alle Sportmuffel gilt: Viele kleine Schritte im Laufe des Tages sind nachweislich immer noch besser als gar keine Bewegung.