Beauty

Fotografin zeigt, wie schön Narben sind

24-jährige Fotografin Sofie Mayanne macht mit ihrem Fotoprojekt „Behind the scars“ Narben von Frauen & Männern jeglichen Alters sichtbar. /Bilder: instagram @sophiemayanne
Fotografin zeigt, wie schön Narben sind
Trixi Kouba

Menschen sehen Narben noch immer als Schönheitsmakel, dabei erzählt jede Narbe einen Teil seiner Geschichte, erklärt die 24-jährige Fotografin Sofie Mayanne. In ihrem Fotoprojekt „Behind the scars“ („Hinter den Narben“) fotografiert sie Männer und Frauen jeglichen Alters und macht ihre Narben sichtbar. Die Werke feiern Narben jeder Form und Größe und die Menschen dahinter.

Meine Narben habe ich mir selbst zugefügt. Ich wurde mit einer bipolaren Störung und Depressionen diagnostiziert, als ich 14 Jahre alt war“, erzählt eine junge Frau, die für Mayanne posierte. All diese Personen mit ihren Narben zusammenzubringen, die für etwas gekämpft haben, gibt der Frau das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein. Jeder, den Mayanne fotografiert, kann so viel von der Herkunft seiner Narben erzählen, wie er möchte.

Die Fotografin möchte die Wahrnehmung von Narben in der Gesellschaft ändern. „Das kann nicht über Nacht geschehen. Aber das Beste, was ich versuchen kann, ist so viele Menschen wie möglich zu erreichen und hoffentlich einen Domino-Effekt zu erzielen“. Als Fotografin kann sie eine Plattform anbieten, auf der Menschen ihre Fotos und Erfahrungen auf positive Art und Weise teilen können. Auf der Sozialen Plattform Instagram kann das Projekt verfolgt werden:

Ich spielte mit einer Waffe, als ich 14 Jahre alt war und es bescherte mir ein Leben im Rollstuhl. Entgegen dem, was man annehmen könnte, fand ich nie einen Grund, mich als Opfer zu sehen. Meine spirituellen und körperlichen Narben haben mich stärker gemacht […]„, erzählt eine der posierenden Frauen.