Gesundheit

Frauen erkranken doppelt so häufig an Depressionen wie Männer

Laut einer Studie sind Depressionen bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern/ Bild: Fotolia
Frauen erkranken doppelt so häufig an Depressionen wie Männer
Paulin Klärner, BA

Laut WHO ist die Anzahl der Menschen, die an Depressionen erkranken stetig am steigen. Wohl auch deshalb brachte der Verband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) anlässlich des Welfrauentags am 8. März das Thema „Depressionen bei Frauen“ auf den Tisch. Und das aus gutem Grund: Demnach haben Frauen ein doppelt so hohes Risiko an Depressionen zu erkranken wie Männer. Die Gründe hierfür sind laut Experten vielfältig.

Gründe für erhöhtes Depresssions-Risiko

Allgemein gehen Experten davon, aus dass Frauen eher offen über ihre Gefühle sprechen und deshalb auch häufiger mit einer Depression diagnostiziert werden. Diese Annahme wird durch Studien, die zeigen, dass sich Männer häufiger das Leben nehmen, bestätigt. Anderen Meinungen zufolge hänge die höhere Depressions-Rate unter anderem mit der weiblichen Mehrfachbelastung im Alltag (Job, Kinder, etc.), mit hormonellen Veränderungen (z.B. in den Wechseljahren oder nach der Geburt) sowie der Tatsache, dass Frauen häufiger Opfer von psychischer und physischer Gewalt werden, zusammen. Östrogen spiele laut Wissenschaftlern hierbei ebenfalls eine zentrale Rolle, denn das Hormon erhöht den Serotonin-Wert im Gehirn. Lässt die Östrogen-Konzentration nach der Menopause nach, verfallen demnach viele Frauen in depressive Stimmungen.

Symptome einer Depression

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Die Symptome einer Depression sind vielfältig und müssen in jedem Fall mit einem Experten abgeklärt werden. Zu den typischen Verhaltensweisen bei depressiven Verstimmungen zählt unter anderem, dass man wenig oder gar nicht mehr unter Leute geht, im Arbeitsalltag nichts mehr so funktioniert wie früher, das Aufrechterhalten sozialer Kontakte plötzlich schwer fällt oder die Konzentration drastisch nachlässt. Viele Menschen klagen außerdem von Versagensängsten, vollkommener Hoffnungslosigkeit, dem ständigen Hinterfragen des Sinns des Lebens, Traurigkeit, Frust, Reizbarkeit und vollkommener Überforderung in zahlreichen Lebenslagen. Bei Depressionen können außerdem auch Schmerzen, wie Migräne, Gliederschmerzen, Magenprobleme, ein ständiges Krankheitsgefühl oder auch Schlafstörungen auftreten.

Sollten diese oder ähnliche Symptome bei Ihnen oder nahestehenden Menschen auftreten, wenden Sie sich an einen Experten. Ein offener Umgang mit einer Depression kann Leben retten!

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