Gesundheit

Frühgeburten erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen bei Müttern

Frühgeburten erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen bei Müttern
Julia Haberl

Man spricht von einer Frühgeburt, wenn ein Baby vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt gebracht wird. Frühgeborene Babys sind meist besonders klein und haben wenig Gewicht. Außerdem sind körperliche Funktionen noch nicht vollständig ausgereift. Je früher das Neugeborene den Bauch der Mutter verlässt, umso höher ist auch das Risiko für mögliche Komplikationen. Um Risikofaktoren abschätzen zu können, spielen das Geburtsgewicht und das Gestationsalter des Säuglings eine entscheidende Rolle. Für eine Frühgeburt kann es unterschiedlichste Ursachen geben. Zum Beispiel vorzeitige Wehen, Platzen der Fruchtblase, Mehrlingsgeburten oder Infektionen. Meist treten sogar mehrere Ursachen gleichzeitig auf.

Studie: Höheres Risiko für Herzerkrankungen

Laut einer Studie der Havard University können Frühgeburten das Risiko für die Entstehung von Herzerkrankungen bei Müttern erhöhen. Wenn Mütter von Frühgeborenen unter Bluthochdruck leiden, können im späteren Alter Herzinfarkt und Schlaganfall fatale Folgen sein. Laut den Experten ist unser Körper mit einer Frühgeburt einer extremen Stresssituation ausgesetzt, welche die Gesundheit unseres Herzens beeinflussen kann. Die Studie wurde mit ca. 1000 Frauen aus verschiedenen amerikanischen Staaten durchgeführt. Zusammenhänge konnten bei Frauen festgestellt werden, die während der Schwangerschaft schon hohen Blutdruck hatten und auch zwischen jenen, deren Blutdruck während der Schwangerschaft im Normbereich lag. Alle Frühgeburten bringen jedoch nicht dasselbe Risiko für Herzerkrankungen. Das Zusammenspiel verschiedener Faktoren könnte der entscheidende Auslöser sein. Also zum Beispiel eine Frühgeburt und über Jahre andauernder erhöhter Blutdruck. Eine Frühgeburt aufgrund von Zwillingen oder Drillingen muss nicht zu einer Erhöhung dieses Risikos führen!

So dem Risiko entgegenwirken

Um schon während der Schwangerschaft dieses Risiko gering zu halten, können einige hilfreiche Maßnahmen ergriffen werden. Frühgeburten und Komplikationen während der Schwangerschaft sollten schon von Beginn an dem behandelten Arzt mitgeteilt werden! Genetisch bedingte Erkrankungen, die ein mögliches Risiko für Herzerkrankungen darstellen können, sollten beobachtet werden. Konstante Messungen des Blutdrucks bringen Auskunft über mögliche Überschreitungen der Normwerte, die bei 120/80 mmHg liegen sollten. Monatlich eine Messung durchzuführen, wäre für eine Risikoabschätzung sehr von Vorteil. So kann festgestellt werden, ob über einen längeren Zeitraum erhöhter Blutdruck herrscht. Voraussetzung für körperliche Gesundheit ist ein gesunder Lebensstil. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, sowie Vollkornprodukten bietet dafür eine gute Basis. Alkohol, Nikotin und andere Suchtmittel sollten unbedingt gemieden werden. Eine gewisse Menge an sportlicher Betätigung an der frischen Luft rundet einen vollkommenen Lebensstil bestens ab.