Gesundheit

Frühjahrsmüdigkeit: Wie sich der Frühling auf den Körper auswirkt

Die Frühjahrsmüdigkeit tritt häufig ab März bis April auf. /Bild: Fotolia
Frühjahrsmüdigkeit: Wie sich der Frühling auf den Körper auswirkt

Die Vögel zwitschern, erste Frühlingsblumen blühen, die Sonne scheint schon wieder wärmer und die Luft schmeichelt uns mild um die Nase. Während viele Menschen mit den ersten Frühlingsboten erneut die alljährliche Allergie spüren, fühlen sich manche andere vom Frühling richtig „wachgeküsst“. Verantwortlich für beide Umstände sind vor allem die Hormone sowie ihre Auswirkungen auf Körper und Geist.

Verschiedene Ursachen

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Die Frühjahrsmüdigkeit, die an sich keine Krankheit ist, tritt häufig ab März bis April auf und umfasst verschiedene Symptome wie Antriebslosigkeit, eine verringerte Leistungsbereitschaft und allgemeine Wetterfühligkeit. Diese äußert sich häufig durch Kopfschmerzen und Schwindel. In erster Linie korreliert die Frühjahrsmüdigkeit mit den veränderten Tag-Nacht-Zeiten, welche nach Jeanie Lerche Davis einen entscheidenden Einfluss auf unsere Hormone nehmen: Während in der kalten, dunklen Jahreszeit hohe Mengen des Schlafhormons Melatonin ausgeschüttet werden und Serotonin vermindert produziert wird, kommt es im Frühjahr zu einer Umkehr. Erschwerend hinzu kommt ebenso einerseits die Zeitumstellung, wodurch die Nächte gefühlt „kürzer“ werden. Andererseits kommt es durch die plötzlich wärmer werdenden Temperaturen leichter zu Wetterfühligkeit und Kreislaufbeschwerden.

Was man gegen Frühjahrsmüdigkeit tun kann

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Der Körper braucht für diese hormonelle Umstellung eine gewisse Zeit, um wieder ganz in Balance zu kommen. Mit einigen Tipps lässt sich die Frühjahrsmüdigkeit jedoch positiv beeinflussen:

Ernährung: Mit einer vitamin- und mineralstoffreichen Kost mit einem vermehrten Proteinanteil und komplexen Kohlehydraten lassen sich unangenehme Begleiterscheinungen des Frühlings besser in den Griff bekommen. Durch letztere kommt es zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels, wodurch Müdigkeit vorgebeugt werden kann. Ausreichend Wasser und grüner Tee versorgen den Körper mit Flüssigkeit beziehungsweise Antioxidantien, vitalisieren und normalisieren den Blutdruck.

Bewegung: Auch, wenn es schwer fallen mag, sich bei Müdigkeit zum Sport zu überwinden – Wichtig ist es, seinen Körper in Schwung zu bringen, am besten in der Natur! Sonnenschein und frische Luft unterstützen den Organismus bei der hormonellen Umstellung und sorgen für einen munteren Geist. Ebenso beeinflusst Bewegung auch den Kreislauf positiv.

Schlafhygiene: Wenn die Tage wieder länger werden, wird es morgens auch früher wieder hell. Damit ein ausreichendes Schlafpensum erreicht werden kann, kann es helfen, den Schlafraum ausreichend zu verdunkeln und etwas früher schlafen zu gehen.