Frauenmedizin

Frühzeitige Menopause: Das bedeutet sie für Frauen

Von einer vorzeitigen Menopause spricht man bei Frauen, die vor ihrem 40. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen/ Bild: Fotolia
Frühzeitige Menopause: Das bedeutet sie für Frauen
Melanie Payerl

Mit der Menopause wird jene Zeit bezeichnet, wo die Monatsblutungen der Frau durch hormonelle Umstellungen ausbleiben. Meist geschieht das bei Frauen rund um das 50. Lebensjahr. Doch aus verschiedenen Gründen können Frauen auch schon frühzeitig in die Wechseljahre kommen. Begleitet wird die Menopause häufig von diversen Beschwerden wie Wassereinlagerungen, Hitzewallungen und einer erhöhten Reizbarkeit. Von einer vorzeitigen Menopause spricht man bei Frauen, die vor ihrem 40. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen. Bei etwa 3 bis 5 Prozent der Frauen in Deutschland treten die Wechseljahre rund zehn bis fünfzehn Jahre zu früh ein. Die Diagnose kann Frauen aus der Bahn werfen und psychische Probleme verursachen. Eine ärztliche sowie therapeutische Behandlung sind in jedem Fall sinnvoll. Da die Symptome nicht besonders eindeutig sind, werden diese oft falsch wahrgenommen und häufig auch falsch diagnostiziert. Vor allem Frauen, die einen aktiven Kinderwunsch hegen, haben oft schwer mit der Diagnose zu kämpfen.

Wie macht sich eine vorzeitige Menopause bemerkbar?

Viele Frauen haben keine Symptome, bis auf die Tatsache, dass sie nicht schwanger werden können. Andere Frauen klagen über Trockenheit der Scheide. Häufig haben Frauen aber auch dieselben Symptome, die auch Frauen in ihren Wechseljahren haben, dazu zählen Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen sowie verstärktes Schwitzen in der Nacht. Leichtere Menstruationsperioden sowie das Ausbleiben der Menstruationsblutung zählen ebenfalls zu den Symptomen einer vorzeitigen Menopause. Durch den Mangel an Östrogen kann es zu diversen Erkrankungen kommen wie etwa Osteoporose oder Parkinson. Weitere Anzeichen können Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit sowie fehlende Energie sein.

Ursachen für eine vorzeitige Menopause

In der Regel sind verschiedene Erkrankungen für eine vorzeitige Menopause verantwortlich. Eine Krebsdiagnose kann beispielsweise eine frühe Menopause verursachen. Oftmals liegt es an der Strahlen- oder Chemotherapie, die bei Krebspatienten häufig zum Einsatz kommt. Eine weitere Ursache sind genetische Fehlbildungen der Geschlechtschromosomen. Autoimmunerkrankungen, bei denen der eigene Körper anormale Antikörper produziert, gelten ebenfalls als Ursache. Auch bei metabolischen Erkrankungen wie der Addison-Krankheit oder bei Diabetes kann es zu einer vorzeitigen Menopause kommen. Mumps ist eine Virusinfektion, die sich ebenfalls negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken kann und bei Frauen vorzeitige Wechseljahre verursachen kann. Auch durch eine operative Entfernung der Eierstöcke wird die Menstruation beendet und es kommt zur Menopause. Außerdem müssen auch Alkohol und Nikotin als Faktoren für eine vorzeitige Menopause genannt werden.