Ernährung

Gesunde Ernährung vertreibt schlechte Stimmung

Obst und Gemüse enthalten wertvolle Antioxidantien, die uns vor schlechter Stimmung bewahren. /Bild:Fotolia
Gesunde Ernährung vertreibt schlechte Stimmung
Julia Haberl

Besonders in den Wintermonaten fühlen wir uns oft niedergeschlagen und ausgepowert. Man fühlt sich lustlos und unmotiviert für Beschäftigungen aller Art. Manche Menschen neigen sogar dazu, in eine Herbstdepression zu verfallen. Mit der richtigen Ernährung können wir zu unserem eigenen geistigen Wohlbefinden beitragen. Der Speiseplan kann also helfen trübe Gedanken und schlechte Stimmung zu vertreiben.

Nährstoffversorgung sicherstellen

Nährstoffe

Eine bedeutende Rolle dabei spielt die Versorgung unseres Körpers mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Ein starker Mangel an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen kann Depressionen fördern. Prinzipiell sollte man sich mit hauptsächlich pflanzlichen Produkten gesund und ausgewogen ernähren. Ausreichend zu trinken und die Mahlzeiten selbst zuzubereiten sind ebenso zwei wichtige Aspekte. Es gibt spezielle Nährstoffe bei denen es bei uns Menschen öfter zu Mangelerscheinungen kommt. Bei Calcium, Eisen, Vitamin D und Vitamin B12 tritt häufig ein Mangel auf. Diese Mängel können sich unterschiedlich äußern, zum Beispiel durch erhöhte Infektanfälligkeit, schlechte Wundheilung, Blässe oder Niedergeschlagenheit. Calcium und Vitamin D sind wichtig für den Knochenaufbau und sind unter anderem in Milchprodukten und Fleisch enthalten. Für die Blutgerinnung ist Eisen von Bedeutung, dieses ist in Fleisch enthalten. Kombiniert mit grünen Gemüse (Vitamin C) kann die Aufnahme gefördert werden. Bei Veganern tritt häufig ein Vitamin B12 Mangel auf, da dieses Vitamin ausschließlich durch tierische Lebensmittel zugeführt werden kann. Vitamin B12 ist Bestandteil der Zellen und des Nervensystems – für unseren Organismus somit unverzichtbar.

Antioxidantien (Radikalfänger) schützen unseren Körper vor negativen Gefühlen. Diese sind vor allem in frischem Obst und Gemüse enthalten. Nebenbei haben Antioxidantien noch zahlreiche andere Wirkungen auf unseren Körper: Abwehr von Bakterien und Viren, Stärkung des Immunsystems und Schutz vor Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Arterienverkalkung.

Unser Schlaf wird vom Essen beeinflusst

Schlaf

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bereitet uns angenehmen Schlaf. Das heißt, wenn wir den Tag über gesund essen und uns an die Mahlzeiten richten, beeinflusst dies das eigene Schlafverhalten positiv. Kohlenhydratreiche, zuckerhaltige und fettreiche Ernährung kann den Schlaf stören. Und sogenannte Hungerdiäten können einem durch plötzliche „Heißhungerattacken“ sogar nachts aus dem Bett holen. Schlechter Schlaf wird immer wieder mit Depressionen assoziiert, weshalb ein guter Schlaf unverzichtbar ist.

Gefühlschaos

Gefühle

Stress oder Trauer können dazu führen, sich ungesünder zu ernähren. Die eigenen Gefühle stehen also eng in Verbindung mit der Ernährung. So kann es dazu kommen, dass in stressigen Situationen gerne zum Fast-Food gegriffen oder komplett auf das Essen verzichtet wird. In Trauerphasen möchten manche wiederum alles Mögliche in sich reinstopfen, um dieses Gefühl loszuwerden. Deswegen kann es in solchen Fällen zu Gewichtsproblemen (Magersucht, Übergewicht) kommen. Es ist also umso wichtiger, in diesen Ausnahmesituationen trotzdem auf eine gesunde Ernährung zu achten und wenn es nötig ist, sich Hilfe von jemanden Außenstehenden zu suchen.