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Gleitsichtstudie 2017 – Das sind die Ergebnisse !

Wer benötigt eine Gleitsichtbrille - und wer nicht ? /Bild: Unsplash
Gleitsichtstudie 2017 – Das sind die Ergebnisse !
Tanja Judmann

Normalsichtige Menschen machen spätestens um das 50. Lebensjahr herum die Erfahrung, dass kleingedruckte Texte in Zeitungen oder auf Speisekarte für sie nicht mehr so gut lesbar sind. Die Ursache der sogenannten Altersweitsichtigkeit liegt in der niedrigeren Elastizität der Augenlinsen. Die Krümmung reicht zum scharfen Sehen nicht mehr aus. Die meisten Menschen in Österreich lösen das Problem durch die Anschaffung einer Lesebrille.

Gegen Altersweitsichtigkeit – die passende Gleitsichtbrille

Eigentlich benötigen sie jedoch zwei unterschiedliche Brillen: eine zum Lesen und eine um die die Ferne zu schauen. Wenn das ständige Brillenwechseln lästig wird, entscheiden sich viele Verwender für eine Gleitsichtbrille. Jeder möchte auch im Alter scharf wie ein Luchs sehen. Doch was bewirkt eine Brille? Nutzt sie und lässt sich die Sehleistung mit einer Gleitsichtbrille tatsächlich verbessern? Wenn eine Augenkrankheit die Ursache für schlechtes Sehen darstellt, sollte der Termin beim Augenarzt nicht herausgezögert werden. Liegt das Problem eher im optischen Bereich, können qualifizierte Augenoptiker weiterhelfen.

Anfertigung durch spezielle Abformtechniken

Bei einer Gleitsichtbrille wird im unteren Linsenbereich entweder ein Material mit einer höheren Brechzahl verwendet oder die Krümmung des Glases variiert. An einer Bifokalbrille ist eine Trennlinie zwischen den beiden Glassorten erkennbar. Beim Tragen fällt der Bildsprung an dieser Linie auf und kann beim Lesen Probleme verursachen. Moderne Gleitsichtgläser hingegen werden aus einer Glassorte und mit stufenlose veränderbaren unterschiedlichen Krümmungen hergestellt. Bis vor einigen Jahren konnten Gleitsichtgläser nur mit Hilfe spezieller Abformtechniken hergestellt werden.

Oberflächen von Linsen werden seit der Entwicklung der 3D-Freiformtechnologie durch computergesteuerten Schleif- und Polierverfahren in die vorgesehene Form gebracht. Obwohl sich Sehschwächen mit einer Gleitsichtbrille korrigieren lassen, haben viele Menschen Bedenken und fürchten sich vor der Eingewöhnung. Außerdem werden die Kosten für eine Brille längst nicht mehr von den Krankenkassen übernommen. Die meisten Verbraucher müssen die Anschaffungskosten selbst übernehmen, was häufig dazu führt, dass sie auf eine notwendige Brille verzichten.

Gleitsichtbrillen mit hochwertiger Ausstattung

In der Presse wurde jüngst berichtet, dass in Deutschland eine qualitativ hochwertige Gleitsichtbrille im Durchschnitt 900 Euro kostet. Die hohen Anschaffungskosten lassen sich dort zwar in gewissem Umfang steuerlich absetzen, allerdings erhalten deutsche Brillenträger nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Rückerstattung von ihrem Finanzamt. Bei einer Gleitsichtstudie 2017, die in Österreich durchgeführt wird, erhalten die Teilnehmer eine gut ausgestattete High-End Gleitsichtbrille von namhaften optischen Entwicklungslaboren für insgesamt 299 Euro. Die Teilnahme an der Gleitsichtstudie enthält einen Testbericht, zu dessen Erstellung die Teilnehmer mit der Beantwortung von 12 – 15 Fragen beitragen.

Nach vierwöchigem Tragen wird der Fragebogen online ausgefüllt und zurückgesendet. Bei Rückfragen wenden sich die Augenoptiker-Meister direkt an die Studienteilnehmer. Die Beantwortung der Fragen unterstützt die Optiker bei der Entwicklung passender Glasdesigns. Bei der Auswahl ihrer Gleitsichtbrille können sich die Teilnehmer aus 250 Designerfassungen für ihre bevorzugte Gleitsichtbrille mit Superentspiegelung, Cleancoat und Hartschicht entscheiden. Die individuell aus leichtem Kunststoff angefertigten Brillen zeichnen sich durch ihr optimales Flächendesign und ihre ausgezeichnete Spontanverträglichkeit aus.

Sie gewähren eine stabile Sicht und verfügen durch ihre äußerst breiten Sehbereiche über kontrastreiche, farbsatte und hochauflösende Bilder in einer optimalen Tiefenschärfe. Nach einem Sehtest erfolgt die Anpassung der Gleitsichtbrille bei einem Partneroptiker. Die Gleitsichtstudie beinhaltet auch eine Brillenversicherung und die Zufriedenheitsgarantie. Weitere Informationen zur Teilnahme an der Studie finden sich auf goo.gl/xZs2ds und goo.gl/vmW6ti.

Wer benötigt eine Gleitsichtbrille und wer nicht ?

Für die meisten Sehaufgaben im Alltag stellt die Gleitsichtbrille die ideale Lösung dar. Sie wird aus diesem Grund auch als Universalgleitsichtbrille bezeichnet. Alterssichtige, die gezwungen sind, zwischen unterschiedlichen Sehabständen hin- und herzuwechseln, sind mit einer Gleitsichtbrille gut versorgt. Dadurch müssen sie ihre Lesebrille nicht mehr ständig auf- und absetzen. Auch kurzsichtige und weitsichtige Menschen oder Patienten, die unter einer korrekturbedürftigen Hornhautverkrümmung leiden, profitieren von den Stärken einer Gleitsichtbrille.

Wer bislang keine Sehkorrektur benötigte und alterssichtig wird, kann durch eine Gleitsichtbrille mit einem geringen Drioptrienwert seine Sehfähigkeit verbessern. Für manche Menschen kommt jedoch eine Gleitsichtbrille nicht infrage. Dazu gehören Konstrukteure und technische Zeichner, die vor allem im Seitenbereich der Brille scharf sehen müssen. Bei Gleitsichtbrillen kommt es hier manchmal zu leichten Verzerrungen. Piloten müssen über Kopf arbeiten und dabei stets einen klaren Blick und eine ausgezeichnete Sicht haben. Durch die Benutzung einer Gleitsichtbrille würden sie in dieser Situation unscharf sehen, denn sie blicken dabei in den oberen Glasteil, der für die Fernsicht ausgelegt ist.