Diät

Granola: Gesundes Supermüsli oder doch Kalorienbombe ?

Granola gehört für viele genauso zum Frühstück wie der Kaffee ! /Bild: Unsplash
Granola: Gesundes Supermüsli oder doch Kalorienbombe ?
Catharina Kaiser

Granola und andere Müslis gehört inzwischen für viele zum morgendlichen Frühstück, wie die Tasse Kaffee oder das Marmeladenbrot. Daran ist auch absolut nichts verkehrt, immerhin gilt es als besonders nahrhaft und sättigend. Wie bei allen gehypten, neuen Produkten erscheinen auch hier quasi täglich neue Varianten mit allen erdenklichen Geschmäckern und Zusätzen, was nicht immer nur positiv ist. Sie können das gesunde Granola nämlich in eine regelrechte Kalorienbombe verwandeln, je nachdem welche Zutaten darin zu finden sind. Zu den besonders nützlichen Zutaten gehörten neben Hafer und Nüssen auch Samen sowie getrocknete Früchte, die wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Herz, gesunde Fette und Ballaststoffe liefern. Wird es stattdessen mit Schokolade, Kokosöl oder anderen Zutaten wie verdampftem Zuckerrohrsaft, Honig, Ahornsirup, Melasse und Rohrzucker aufgepeppt, kann das schnell nach hinten losgehen. Aus den üblichen 300 Kalorien pro Tasse, werden dann nämlich bis zu 600 Kalorien. „Es ist wichtig, sich der vielen Zuckerquellen bewusst zu sein, die in Granola enthalten sein könnten“, erklärt Dr. Rahaf Al Bochi, Ernährungsberaterin, Diabetes-Pädagogin und Sprecherin der Academy of Nutrition and Dietetics. Stellt sich nur die Frage, wie man diese gemeinen Quellen ausfindig machen und umgehen kann. Hier eine kleine Anleitung für einen gesunden Granola-Snack:

Die Granola Guideline

Die tatsächliche Menge an Zucker und Fett anzugeben kann bei Müslis zu einer wirklich schweren Aufgabe werden, da die Portionsgrößen meist stark variieren. Ebenfalls ist nicht immer ganz klar wie viel Fett und Zucker in natürlichen Nüssen oder getrockneten Früchten stecken und wie viel davon durch Süßstoffe oder Öle hinzugefügt wurde. Die Mengen an Zucker, Kohlenhydrate und Kalorien zu beobachten, ist somit der beste Weg um sich vor Kalorienbomben zu schützen. Beispielsweise indem die Portion etwas begrenzt wird. Ernährungsberater empfehlen etwa eine Viertel Tasse als eine gute Richtlinie. Granola kann daher ideal als Topping für Joghurts, Obst oder Pfannkuchen verwendet werden. Wer sich ein etwas größeres Frühstücksmüsli gönnen möchte, kann das knusprige Granola auch einfach mit einem kalorienarmen Vollkorn-Müsli mischen.

Selbstgemachte Alternative

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Granola selbst zuzubereiten – hausgemachte Speisen sind ja meist gesünder als gekaufte, da man die Menge an Zucker und Zutaten selbst kontrollieren kann. Zudem ist sind Granola Rezepte auch super easy und schnell. Als Basis für Granola empfiehlt sich eine Mischung aus klassischen Haferflocken mit Nüssen und Samen. Um etwas Süße hinzuzufügen kann beispielsweise Honig oder Pflanzenöl über die Mischen geträufelt werden. Anschließend wandert die Mischung auf ein Blech und bei 150 Grad für etwa 10-15 Minuten in das Backrohr. Sobald es schön goldbraun ist, können getrocknete Früchte hinzugefügt werden. Damit das selbstgezauberte Granola auch schön knusprig bleibt, sollte es in einem luftdichten Behälter aufbewahrt und innerhalb von 2 Wochen aufgebraucht werden. Allerdings ist auch hier wichtig auf die empfohlene Menge zu achten, anstatt sich zu sehr vom „selbstgemacht“ Siegel hinreißen zu lassen.