Partnerschaft

Großer Mann, kleine Frau – ein Dreamteam?

Neben vielen anderen Faktoren kann die Größe eine entscheidende Rolle für die Attraktivität spielen. / Bild:Fotolia
Großer Mann, kleine Frau – ein Dreamteam?

Die Größendifferenz zwischen Männern und Frauen ist an sich naturgegeben – es wird angenommen, dass Männer von Natur aus durchschnittlich 13 cm größer als Frauen sind. Größere Männer haben für viele Frauen auch aus sozialpsychologischer Sicht einfach etwas unheimlich Anziehendes an sich – ob in der Werbung, im Film, im Märchen oder auf der Straße; die meisten Frauen sind kleiner als ihre männlichen Partner. Sicher gibt es auch das gelegentliche Pärchen, bei dem sich die Größenrelationen umdrehen, üblich ist dies aber nicht.

Back to the roots

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Schauen wir uns vorerst einmal die biologischen Hintergründe der an sich natürlichen Größendifferenz zwischen Männern und Frauen an. Bereits in der Kindheit beginnen Jungen später zu wachsen als Mädchen. Ihr Wachstumsschub findet schließlich erst gegen Ende der Pubertät statt, und nicht am Anfang. Daraus ergibt sich jener Vorteil von etwa zwei weiteren Jahren normalen Wachstums in der Kindheit, bevor sie ihren endgültigen Wachstumsschub durchleben.

Ein weiterer Grund für ihren Größenvorsprung ist ein schnelleres Wachstum durch ihren höheren Testosteronspiegel. Es wird angenommen, dass sich die Testosteronproduktion eines durchschnittlichen Jungen während der Pubertät verzehnfacht. Da Testosteron alle Zellen des Körpers schneller wachsen lässt, weisen Jungen auch dichtere und schwerere Knochen als ihre gleichaltrigen Mädchen auf. Auch die männlichen Muskelfasern nehmen sowohl in Länge, als auch in Breite signifikant zu. Darüber hinaus erhöht Testosteron die Menge des sich in den roten Blutkörperchen befindlichen Hämoglobins. Dies wiederum führt dazu, dass den Muskeln mehr Sauerstoff zugeführt werden kann und sich somit mehr Fitness und Stärke ergeben.

Size matters

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Eine neuere Studie aus dem Jahr 2017 meint nun sogar belegen zu können, dass der spezielle Größenunterschied – kleinere Frau und größerer Mann – direkt mit dem Glück einer Beziehung korreliert. Für die Studie wurden über 8000 Teilnehmer befragt, das Ergebnis war klar; je mehr Zentimeter die Frau von ihrem größeren Partner trennte, umso zufriedener war sie. Die Gründe hierfür reichen zeitlich wohl weit zurück und sind in unseren evolutionsbiologischen Wurzeln zu finden. Ganz klischeehaft kennt wohl jeder das Bild des starken, männlichen Beschützers und Ernährers, der Frau und Familie in prähistorischen Zeiten versorgte. Dies wiederum schenkt der Frau auch heute automatisch ein Gefühl von Sicherheit, dieses Muster ist tief in unserer DNA verhaftet.

In Anlehnung an eine frühere Studie konnte auch postuliert werden, dass größere Männer mehr Vertrauenswürdigkeit und Fähigkeiten als kleinere Kollegen suggerieren, was wiederum eher zu Beförderungen führen würde. Daraus schlossen die Forscher der Studie, dass auch dies Auswirkungen auf das weibliche Glück haben könne. Kommt es puncto Beziehungsglück also wirklich auf die richtige Größe an? Wir meinen nein, denn: last but not least sind es deutlich mehr zusätzliche Faktoren, die Einfluss auf eine glückliche Partnerschaft nehmen – und diese sollten in ihrer Größe niemals unterschätzt werden.