Allergie

Hautekzeme erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen

Laut einer Studie sollen Ekzeme auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. /Bild: Fotolia
Hautekzeme erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen
Melanie Payerl

Hautekzeme sind weit verbreitet, etwa jeder Zehnte leidet an einem Ekzem. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut, die in der Regel die Haut austrocknet und zu Rötungen und starken Juckreiz führt. Schwere Formen von Ekzemen können von einem schuppigen Ausschlag begleitet werden. In anderen Fällen kann die starke Trockenheit zu Rissen in der Haut führen. Laut einer Studie sollen Ekzeme auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen.

50% erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten

juckender Ausschlag

Für die Studie analysierten Forscher die Daten von mehr als 385.000 Erwachsenen mit Hautekzemen. Dabei wurde zwischen leichten, mittelschweren und schweren Ekzemen unterschieden. Bei dieser Studie kam eine Kontrollgruppe ohne Hautekzeme zum Einsatz. Interessant waren die Ergebnisse nach fünf Jahren: Denn nach einer fünfjährigen Nachbeobachtung fanden die Forscher heraus, dass Menschen mit schweren Hautekzemen ein 40 bis 50 Prozent erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt sowie Vorhofflimmern und andere Herzerkrankungen aufweisen. Außerdem haben Ekzemgeplagte ein um 20 Prozent höheres Schlaganfallrisiko.

Endogene oder Exogene Ekzeme

Die roten Flecken auf der Haut, die meist von einem starken Jucken begleitet werden, werden als Ekzem bezeichnet. Bei Ekzemen handelt es sich um nicht ansteckende Hauterkrankungen. Dabei wird zwischen akuten Ekzemen und chronischen Ekzemen unterschieden. Hinzu kommt, dass Ekzeme durch äußere Einflüsse oder innere Einflüsse verursacht werden. Ekzeme, die durch äußere Einflüsse verursacht werden, werden als exogenes Ekzem bezeichnet. Hierzu zählen Ekzeme, die beispielsweise durch Allergien verursacht werden. Bei endogenen Ekzemen spielen die Gene eine wichtige Rolle. Neurodermitis wird zu den endogenen Ekzemen gezählt.

Behandlung und Pflege bei Ekzemen

Ekzem

Bei Ekzemen ist es wichtig, dass die Symptome unter Kontrolle gehalten werden. Wer erst einmal den Auslöser für das Ekzem kennt, weiß wie das Ekzem am besten behandelt werden kann. Feuchtigkeitsspendende Cremen sowie sanfte Reinigungsprodukte sind besonders wichtig, um die Haut zu pflegen. Besonders effektiv bei Ekzemen sind Bäder der betroffenen Hautareale. Bei Ekzemen gilt es Wind, niedrige Luftfeuchtigkeit, kalte Temperaturen, scharfe Seifen und zu viel Reinigung zu vermeiden. Denn all diese Dinge können die Haut noch mehr austrocken. Viele Menschen mit Hautekzemen leiden unter sehr trockener Haut als, verantwortlich dafür ist die oberste Hausschicht,  die so genannte Hautbarriere, die aus dem Gleichgewicht geraten ist. Normalerweise trägt die Hautbarriere dazu bei, Reizstoffe und Allergene fernzuhalten. Aus diesem Grund ist Baden sowie eine angemessene Feuchtigkeitspflege das A und O, um die Hautbarriere aufrecht zu erhalten.