Gesundheit

Hypnose gegen Ängste – klappt das tatsächlich ?

Ängste behandeln mit Hypnose - so funktioniert's ! /Bild: Fotolia
Hypnose gegen Ängste – klappt das tatsächlich ?
Melanie Payerl

Angstzustände können die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen. Es sind Situationen im Leben, die einem in Angst und Schrecken versetzen. Häufig sind Betroffene richtig verzweifelt, und die Angst entwickelt sich zu einer Angststörung. Begleitet werden Ängste häufig von Herzrasen, Zittern und Schweißausbrüchen. Doch mittlerweile ist es nicht mehr nötig, dass sich Betroffene isolieren, denn es gibt zahlreiche Methoden, die Abhilfe verschaffen sollen. Eine davon ist Hypnose, und sie ist sehr erfolgsversprechend:

Hypnose

Welche Faktoren begünstigen Ängste ?

Die Entstehung einer Angststörung wird durch viele Faktoren begünstigt und ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Wer dazu noch eine genetische Veranlagung aufweist, neigt dazu noch schneller  eine Angststörung zu entwickeln. Ein weiterer Faktor, der Ängste immer begünstigt ist ausgeprägter Stress. Aber auch negative Lebensereignisse, wie der Verlust eines nahen Angehörigen, eine plötzliche Trennung oder eine unvorhergesehene Kündigung können die Entstehung einer Angststörung begünstigen. Oftmals sind es aber auch Ereignisse, die weit in der Vergangenheit zurückliegen, wie etwa ein traumatisches Ereignis in der Kindheit.

Psychoanalytische oder lerntheoretische Ansätze ?

Angst
Bekennende Psychoanalytiker gehen davon aus, dass eine Angststörung immer mit inneren Konflikten zu tun hat. Außerdem gehen Anhänger dieser Theorie davon aus, dass Betroffene nie gelernt haben mit normalen Ängsten umzugehen. Anhänger der psychoanalytischen Theorien sind der Meinung, dass Phobien folgendermaßen entstehen: Betroffene verlagern innere Konflikte nach außen. Einfach erklärt bedeutet das, dass Menschen mit einer Spinnenphobie nicht zwingend Angst vor Spinnen haben, sondern sich von der unbewussten Phantasie fürchten. Im Gegensatz dazu stehen die Lerntheoretiker: mit dieser Theorie kann erklärt werden, wie eine Phobie entsteht. So geht man bei dieser Theorie davon aus, dass Ängste erlernt werden, sprich die Entstehung einer Angst ist ein mehrstufiger Prozess.

Wie funktioniert die Behandlung mit Hypnose ?

Hypnose
Hypnose ist eine sanfte und körperschonende Therapiemethode, die vielseitig einsetzbar ist. Nicht nur Spinnenphobien, sondern auch Ängste vor fremden Menschen oder Prüfungsangst können mittels Hypnose behandelt werden. Wer zur Hypnose als Behandlungsmethode greifen möchte, sollte ausgebildete Hypnotiseure aufsuchen. Damit eine Hypnose überhaupt klappt, ist es wichtig sich in der Umgebung wohlzufühlen und dem Hypnotiseur zu vertrauen. Bei der Hypnose versucht der Hypnotiseur in das Unterbewusstsein des Patienten vorzudringen, das funktioniert indem der Patient in eine Art Trance versetzt wird. Erst einmal im Unterbewusstsein angelangt kann der Hypnotherapeut loslegen und sich auf die Suche nach dem Ursprung der Angst begeben. Um einen Angstzustand zu behandeln sind mehrere Sitzungen notwendig. Im Vordergrund steht dabei die Auseinandersetzung mit den Auslösern der Ängste, nur so wird es möglich gemacht, die Angststörung abzulegen. Neben der Hypnose beim Hypnotherapeuten gibt es auch noch die Methode der Selbsthypnose, die aber korrekt erlernt werden sollte, um sie zielgerecht einzusetzen.