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Im Job: Ab wann spricht man von sexueller Belästigung?

Was tun, wenn man selbst von sexueller Belästigung betroffen ist? /Bild: Fotolia
Im Job: Ab wann spricht man von sexueller Belästigung?
Melanie Payerl

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist weit verbreitet, das wissen viele Frauen aus allen Berufsspaten. Vor allem Frauen haben häufig darunter zu leiden. Eine Studie der Arbeiterkammer Österreich zeigt jedoch, dass auch Männer nicht davon ausgenommen sind. Sexuelle Belästigung gilt als ein Angriff der Menschenwürde. Ein Abendessen mit dem Chef, damit man befördert wird, eine Streicheleinheit der Chefin auf der Wange des Lehrlings oder ein kleiner Klaps auf den Po, während dem Kopieren. Hinterherpfeifen, sowie Bemerkungen über die Figur oder eindeutige sexuelle verbale Äußerungen zählen ebenfalls zu sexueller Belästigung. Alle diese Beispiele veranschaulichen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und werden bestimmt der ein oder anderen Frau bekannt vorkommen.

Ab wann spricht man von sexueller Belästigung?

sexuelle Belästigung

Eine Einladung zum Essen oder wiederholte Komplimente des Chefs? Die Frage lautet: Ab wann spricht man von sexueller Belästigung? Wenn die sexuell motivierten Annäherungsversuche stets einseitig sind, dann kann das als sexuelle Belästigung bezeichnet werden. Flirten basiert in der Regel unter beiderseitigem Einverständnis. Wird das Verhalten des Täters als unangebracht und unangenehm angesehen, fällt das in den Bereich der sexuellen Belästigung. Im Gleichbehandlungsgesetz im Arbeitsleben wird unerwünschtes sexuelles Verhalten, das die Würde einer Person beeinträchtigt und bei der betroffenen Person nicht erwünscht ist, als sexuelle Belästigung bezeichnet.

Was tun, wenn man selbst betroffen ist?

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Als ersten Schritt sollte jede Betroffene ihren Belästiger höflich dazu auffordern, mit den Belästigungen aufzuhören. Sexuelle Belästigungen sind keineswegs ein Kavaliersdelikt. Wenn das persönliche Gespräch mit dem Belästiger zu schwer fällt, kann auch ein Brief oder eine E-Mail verfasst werden, und so kann der Täter dazu aufgefordert werden sein ungebetenes Verhalten einzustellen. Natürlich ist das nicht immer einfach, speziell dann, wenn es sich um den Vorgesetzten handelt. Falls die sexuellen Belästigungen länger andauern, sollten diese in jedem Fall dokumentiert werden. Als nächsten Schritt empfiehlt sich der Weg zum Betriebsrat oder einer Frauenbeauftragten. Keineswegs sollten die Belästigungen jedoch unkommentiert hingenommen werden. Sexuelle Belästigung ist immer auch eine Machtdemonstration von Männern Frauen gegenüber. Häufig werden die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen und in vielen Fällen geben die Täter sogar ihren Opfern die Schuld daran.

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