Ernährung

Ingwer lindert Migräneschmerzen

Migräne-Betroffene empfinden durch Ingwer weniger Schmerzen und erholen sich schneller nach einem Anfall. /Bild: Fotolia
Ingwer lindert Migräneschmerzen
Trixi Kouba

Im Kopf hämmern pulsierende Schmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit machen sich breit – Eine Migräne-Attacke ist im Anmarsch. Migräne zählt zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Alleine in Deutschland sind 18 Millionen Menschen davon betroffen. Die Kopfschmerz-Anfälle können Betroffene tagelang außer Gefecht setzen. Immer wieder wird darüber diskutiert, inwiefern bestimmte Lebensmittel als Trigger oder Linderung bei Migräne wirken können. Eine brasilianische Studie zeigt nun: Ingwer kann bei akuter Migräne ergänzend helfen.

Für die Studie untersuchten Ernährungswissenschaftler der Universidade Federal de Minas Gerais 60 Menschen mit akuten Migräneattacken innerhalb einer Doppelblind-Studie. Das bedeutet, die Patienten wussten nicht, ob ihre Behandlung Ingwer oder ein Placebo enthielt. Zu den Studienteilnehmern zählten Menschen mit episodischer Migräne und mehreren Anfällen pro Monat, sowie Betroffenen mit und ohne Aura, die in die Notaufnahme des Spitals kamen.

Weniger Schmerzen, bessere Erholung

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Eine Gruppe der Teilnehmer erhielt Ingwer in Form eines Extrakts von 400 Milligramm, die zweite Gruppe ein Placebo. Zusätzlich erhielten die Betroffenen das Schmerzmittel Ketoprofen. Es zeigte sich, dass die Patienten sowohl nach einer, eineinhalb und zwei Stunden Verbesserung verspürten. Der Ingwerextrakt wirkte als begleitende Maßnahme vor allem schmerzlindernd und führte zu einer verbesserten Funktion. Die Patienten erholten sich auch besser von ihren Migräne-Attacken. Außerdem nahm die Übelkeit ab. Möglicherweise könnte Ingwer schon bei den ersten Anzeichen einer Migräne Linderung verschaffen. Die Forscher wollen dies in zukünftigen Untersuchungen herausfinden.

Ernährungstipps bei Migräne

Von Migräneanfällen betroffenen Menschen wird geraten, Acht auf ihre Ernährung zu geben, um den Kopfschmerz und andere Nebenwirkungen zu lindern. Den Ergebnissen einer römischen Studie nach, könnte eine ketogene Diät Migräneanfälle lindern. Das bedeutet: Viel Fett und Protein, dafür wenige Kohlenhydrate. Die Forscher konnten eine Abnahme der Häufigkeit und Dauer der Anfälle beobachten. Koffeinentzug, Geschmacksverstärker und Alkohol mit hohem Histamingehalt stehen im Verdacht, Anfälle zu verschlimmern. Omega-3-Fettsäuren sollen hingegen positiv auf den Körper wirken.