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Kalorienfalle Instagram: Warum Food-Blogs dick machen 

Instagram Food-Blogs: Kunstvoll inszeniert und voller Kalorien! /Bild: Fotolia
Kalorienfalle Instagram: Warum Food-Blogs dick machen 
Catharina Kaiser

Instagram hat ja eine Menge verrückter Eigenheiten hervorgebracht und neben dem Duckface zählt dazu auch die besonders kunstvolle Inszenierung von Essen. Food-Blogger sind die Stars auf Instagram und ihre Bilder lassen einem das Wasser im Mund zusammenfließen. Doch natürlich wird ein simples Müsli oder ein einfacher Stapel Pfannkuchen niemanden vom Hocker reißen. Dazu braucht es schon etwas mehr. Wie etwa ein Klecks Nussbutter, eine Handvoll kunstvoll platzierter, herzförmig geschnittene Erdbeeren sowie ein Nieselregen von Ahornsirup und Schokosträusel. Ja, so sieht die ganze Sache schon viel netter aus. Allerdings hat das Gericht durch Hinzufügen dieser Feinschliffe auch einiges an versteckten Kalorien dazu gewonnen. Es ist nichts leichter, als die tatsächliche Kalorienanzahl aus den Augen zu verlieren, wenn man mit der Verschönerung seines Essens beschäftigt ist. Instagram könnte tatsächlich dazu führen, dass weit mehr Kalorien konsumiert werden, als eigentlich notwendig wäre.

Die Instagram-Falle

Genau diesem Thema hat sich die Gesundheitsbloggerin Amanda Meixner nun angenommen. Seither versucht die Health Influencerin auf die Gefahren des Food-Bloggings aufmerksam zu machen. Dazu stellt sie „die richtige Portion“ der „Instagram getunten“ gegenüber und vergleicht sie aufgrund ihres Kaloriengehalts. Während die ausgewogene Mahlzeit aus Hafer, jeweils einer Handvoll Erdbeeren und Heidelbeeren, 20 g Schokolade und einer Prise Zimt und Stevia besteht, enthält das Instagram-fähigere Gericht die doppelte Menge Hafer, Blaubeeren und Erdbeeren sowie einen zerkleinerten Protein-Keks. Das mag am Foto zwar unglaublich toll aussehen, bedeutet jedoch gleichzeitig, dass die Instagram-Version rund 400 Kalorien mehr enthält. Ein Frühstück liefert somit also gleich mal stolze 716 Kalorien und jeder der schon mal auf einem Crosstrainer gestanden hat, weiß was das umgerechnet bedeutet.

Kalorien für Likes

Bildunterschriften wie „Heute mal ein super einfaches Frühstück“ unter einem Oatmeal mit Sternfrüchten, Karamell-Schokolade, Matcha-Toffee-Kaffee, Hafer, magischer Erdnussbutter aus Narnia und sonstigen Zauberelixieren, haben mit der Realität also nur bedingt zu tun. Im Gegenteil, sie führen dazu, dass viele Menschen einen völlig falschen Zugang zu gesunder Ernährung bekommen. Natürlich ist gesunde Ernährung unglaublich wichtig und ja auch die Augen essen mit, doch man sollte sich keinesfalls von Instagram täuschen lassen. Wenn es trotz Workouts und gesunder Ernährung immer noch nicht mit dem Abnehmen klappt, liegt dies nämlich höchstwahrscheinlich an den falschen Portionsgrößen. Und mal abgesehen davon – nicht alles muss mit Feenstaub, bestehend aus einer Priese Matcha und Schokolade, bestreut werden.