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Kann Botox bei Migräne helfen?

Botox-Injektionen lindern Migräne-Beschwerden drastisch. /Bild: Fotolia
Kann Botox bei Migräne helfen?
Melanie Payerl

Wer an Migräne leidet, hat vermutlich schon viel versucht, um die Schmerzen zu lindern. Die Schmerzen einer Migräne können extrem sein und die Lebensqualität erheblich einschränken. Rund zehn Prozent der Österreicher leiden an Migräne, in der Regel sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Migräneschübe kommen meist sehr spontan und auch in unregelmäßigen Abständen. Es gibt viele Dinge, die bei Migräne Linderung verschaffen sollen. Eine neue Behandlungsmethode verspricht Erfolg!

Was ist Botox?

Botox

Botox wird aus einem toxischen Bakterium gewonnen. Der Verzehr dieses Bakteriums kann lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung hervorrufen oder sogar tödlich wirken. Botulinumtoxin, so wird Botox im Fachjargon bezeichnet, ist ein sehr starkes Nervengift. In den Körper injiziert, kann Botox verschiedene Symptome hervorrufen wie etwa Lähmungen der Muskeln. Jeder kennt Botox als Mittel gegen Falten, seit einiger Zeit wird Botox jedoch auch zur Behandlung von einigen Krankheiten verwendet. So wird Botox bei Nackenspasmen, Augenzuckungen und überaktiven Blasen und Schweißdrüsen erfolgreich eingesetzt.

Wie wird Botox bei Migräne angewendet?

Kopfschmerzen

Botox kann bei regelmäßiger Verabreichung bei Migräne helfen. Botox hilft Symptome von Migräne wie Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit sowie die Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Gerüchen zu reduzieren. Bei der Behandlung von chronischer Migräne können mit Botox-Injektionen gute Ergebnisse erzielt werden. Seit 2010 ist Botox zur Behandlung von chronischer Migräne bei Erwachsenen zugelassen. Bei regelmäßig verabreichten Behandlungen in etwa alle drei Monate können gute Behandlungsergebnisse erzielt werden. Eine Sitzung dauert etwa zwischen zehn und fünfzehn Minuten. Während der Sitzung wird Botox an verschiedenen Stellen im Kopf und Nackenbereich injiziert. Eine Studie von chronischen Migräne-Patienten hat gezeigt, dass der Einsatz von Botox die Migräneanfälle reduzieren kann. Je mehr Behandlungen mit Botox erfolgen, desto bessere Ergebnisse können bei den Patienten erzielt werden. So berichten Migräne-Geplagte, dass nach der fünften Behandlungsrunde mit Botox die Kopfschmerzen um rund 70 Prozent zurückgingen.  Ärzte gehen davon aus, dass Botox bei Migräne hilft, weil es Neurotransmitter blockiert, die die Schmerzsignale aus dem Gehirn weiterleiten.

Nebenwirkungen von Botox

Botox

In sehr seltenen Fällen entwickeln Betroffene allergische Reaktionen gegen Botox. Allergische Reaktionen machen sich häufig durch Nesselsucht, Schwellungen oder Kurzatmigkeit bemerkbar. Häufiger treten Nebenwirkungen wie Nackenschmerzen oder Kopfschmerzen auf. Ebenso wichtig ist die richtige Anwendung von Botox, aus diesem Grund sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, um die Behandlung vorzunehmen. Dieser kann auch bestens über jegliche Art von Nebenwirkungen beraten.

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