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Kann die Schilddrüse Auslöser für Angst und Depression sein?

Manchmal liegen psychischen Symptomen wie Angst, Unruhe sowie depressiven Anzeichen wie Leeregefühlen und Schlaflosigkeit Erkrankungen oder Fehlfunktionen der Schilddrüse zugrunde. /Bild: Fotolia
Kann die Schilddrüse Auslöser für Angst und Depression sein?

Sie erinnert optisch an einen Schmetterling. Sie ist klein. Ihre produzierten Hormone sind zentral für zahlreiche Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus: Die Schilddrüse. Bei Erkrankungen der Schilddrüse, wie etwa einer Über- oder Unterfunktion oder der Autoimmunerkrankung Hashimoto kann es zu zahlreichen körperlichen wie auch psychischen Beschwerden kommen. Welche Symptomatik tritt wann auf und welchen Einfluss kann Hashimoto auf unsere Psyche nehmen?

Wenn die Schilddrüse psychisch krank macht

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Manchmal liegen psychischen Symptomen organische Ursachen zugrunde. Bei einer überaktiven oder auch einer vermindert aktiven Schilddrüsenfunktion können so etwa auch zahlreiche psychische Symptome auftreten. So kommt es bei einer Überaktivität häufig zu innerer Unruhe, Nervosität, Zittern und Herzrasen. Bei vielen Betroffenen stellen sich dadurch auch Angst und Panikattacken ein. Bei einer Unteraktivität der Schilddrüse treten hingegen häufig Symptome von Müdigkeit und Leere, Weinerlichkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Depressionen auf.

Ursachen der psychischen Beschwerden

Verursacht werden all diese unangenehmen Symptome manchmal von einem aus dem Ruder geratenen Spiegel an Schilddrüsenhormonen. Jedoch kann auch bei einer Unterfunktion die Einnahme von Schilddrüsenhormone Symptome wie Nervosität, Unruhe und Herzklopfen nach sich ziehen. In diesem Fall sollte in der Regel auf eine eventuell geringere Dosierung bzw. eine langsamere Dosissteigerung der zugeführten Schilddrüsenhormone geachtet werden.

Hashimoto korreliert mit Angst und Depression

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Hashimoto, eine chronische, autoimmune Entzündung der Schilddrüse, gilt als eine der am häufigsten auftretenden Autoimmunerkrankungen. Besonders Frauen im gebärfähigen Alter sind von dieser Erkrankung, die charakteristisch zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führt, betroffen. Eine Studie mit insgesamt 36 174 Teilnehmern konnte nun auch einen klinischen Zusammenhang zwischen Hashimoto herstellen. Demnach weisen Menschen, die an einer autoimmunen Schilddrüsenentzündung erkrankt sind, eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, an einer Depression oder an einer Angststörung zu erkranken. Aus der Wissenschaft und den Studienresultaten lässt sich insgesamt die Wichtigkeit, bei Vorliegen von psychischen Symptomen auch eine organische Untersuchung durchzuführen, schlussfolgern, denn: nicht immer werden psychische Symptome rein durch psychologische Ursachen ausgelöst.

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