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Küssen ist gut für die Gesundheit

Küssen ist gut für die Gesundheit
Supermed

Dieses Youtube-Video verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Man sieht wie durch einen innigen Kuss
die Herzen der beiden im gleichen Rhythmus schlagen.

Dass beim innigen Küssen Bakterien ausgetauscht werden erscheint selbstverständlich. In welcher Größenordnung dieser Keimtransfer stattfindet, überraschte selbst hartgesottene Mikrobiologen, die ein aufwändiges Experiment durchführten.

Bei einem innigen Kuss von zehn Sekunden Dauer wechseln achtzig Millionen Bakterien ihren Besitzer. Den Beweis dafür lieferten 21 holländische Paare bei einem Kuss-Experiment. Das Experiment wurde mit Hilfe eines probiotischen Joghurts durchgeführt. Den musste einer der beiden Partner unmittelbar vor dem Zungenkuss trinken. Forscher um Remco Kort von der niederländischen Organisation für Angewandte Forschung in Zeist erforschten danach, wie viele der in dem probiotischen Joghurt enthaltenen Lactobazillen und Bifidobakterien beim Küssen im Mund des anderen gelandet waren. Die hohe Zahl von achtzig Millionen zeige, dass beim Küssen sehr schnell gigantische Mengen von Bakterien transferiert werden, resümieren Kort und seine Kollegen in der Zeitschrift „Microbiome“.

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Mundflora von Paaren untersucht

Offensichtlich können sich die meisten Bakterien aber nicht lange halten. Die Wissenschaftler haben nämlich auch untersucht, wie ähnlich die Mundflora der Paare ist. Gleicht sie sich beim Küssen an oder bleibt sie unterschiedlich?

Die Mundflora der Zunge ist bei Paaren ähnlicher als bei Menschen ohne intimen Kontakt. Diese Ähnlichkeit nimmt allerdings beim Küssen nicht weiter zu. Sie muss also durch die gemeinsamen Lebensumstände bedingt werden. Küche und Badezimmer sind für die Bakterien auf der Zunge offensichtlich wichtiger als das Küssen. Die Bakterienzusammensetzung des Speichels hängt dagegen von der Häufigkeit des Küssens ab. Allerdings erst ab neun Zungenküssen pro Tag, vorher nicht.

Küssen ist gut für die Gesundheit

Durch häufiges Küssen wird der Bakterienaustausch angeregt und unterstützt somit das Immunsystem. Das Küssen wirkt wie eine Impfung. Viele haben die Befürchtung, dass beim Küssen Krankheiten übertragen werden könnten. Sollte die geküsste Person offensichtlich krank sein, stimmt das natürlich. Mehr ansteckende Krankheiten werden aber über ein Händeschütteln weitergegeben. Es kursiert auch das Gerücht, dass der Austausch von Speichel Karies übertragen soll. Bei ausreichender Mundhygiene kann das nicht passieren. Die antimikrobiellen Enzyme im Speichel schützen die Zähne angeblich sogar vor Karies und Parodontose.

Küssen macht glücklich

Küssen stärkt nicht nur das Immunsystem. Einige Forscher an, dass Personen, die viel küssen, auch mehr Erfolg im Beruf und weniger Depressionen haben. Durch einen Kuss werden über 100 Milliarden Nervenzellen angeregt und der Körper schüttet Adrenalin sowie Dopamin aus. Diese Glückshormone durchfluten uns, lassen den Puls in die Höhe schießen und wir empfinden gute Laune, obwohl wir im Stress sind. Obendrein lindert die Ausschüttung von Adrenalin temporär Schmerzen.

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[Bild: Sascha Kohlmann / Flickr]

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