Gesundheit

Kultur: Interessen und Hobbys können Depressionen vorbeugen

Eine aktuelle Studie bestätigt erneut, wie sehr Kultur der Seele gut tut/ Bild: Fotolia
Kultur: Interessen und Hobbys können Depressionen vorbeugen
Paulin Klärner, BA

Interessen, Leidenschaften und Hobbys aller Art tun der Seele gut. Sie helfen, neue Kontakte zu knüpfen, geben uns das Gefühl eines Lebenssinns, lassen uns Sorgen vergessen und tragen dazu bei, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. So ist es auch wenig verwunderlich, dass Interessen laut Wissenschaft auch Depressionen vorbeugen – vor allem bei älteren Menschen. Das hat ein Forscherteam des University College London einer aktuellen Studie herausgefunden.

Kultur tut der Stimmung gut!

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In ihrer Langzeitstudie haben die Epidemiologinnen Daisy Fancourt und Urszula Tymoszuk das Leben von 2148 Probanden zwischen 52 und 89 Jahren unter die Lupe genommen. Durch die Analyse ihrer Freizeitbeschäftigungen (Konzerte, Theater, Kino, Ausstellungen, etc.) und psychischen Gesundheit fanden die Forscherinnen heraus, dass das Risiko, an Depressionen zu erkranken mit regelmäßigen kulturellen Aktivitäten abnimmt. Auch die körperliche Gesundheit der TeilnehmerInnen sowie ihre finanzielle Situation wurden in die Berechnungen miteinbezogen. „Jene Teilnehmer, die mindestens einmal im Monat oder häufiger einer kulturellen Aktivität nachgingen, wiesen ein rund 50 Prozent niedrigeres Risiko einer Depressionserkrankung als ihre Altersgenossen auf, die seltener als einmal pro Jahr etwas unternahmen“, heißt es in der Studie.

Was wir daraus lernen können? Sollten wir uns das nächste Mal denken, dass wir keine „Zeit“ für einen Kino-, Museums- oder Theaterbesuch haben und stattdessen ohnehin nur daheim am Sofa gammeln, sollten wir uns einen ordentlichen metaphorischen Tritt in den Allerwertesten verpassen und hinaus in die Welt gehen.

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