Gesundheit

Langzeitstudie: Wer offen über Probleme spricht, lebt länger

Eine Studie bestätigt die Annahme, dass Menschen, die sich offen mit ihrer Krankheit auseinandersetzen länger leben/ Bild: Fotolia
Langzeitstudie: Wer offen über Probleme spricht, lebt länger
Paulin Klärner

Ich schaffe das allein!“, „Ich brauche keine Hilfe!“, „Ich bin ein Einzelkämpfer“. Diese Sätze mögen nach starken, unabhängigen Menschen klingen, sind aber alles andere als gut für uns. Wer seine Probleme nicht verdrängt und stattdessen offen darüber spricht und besser früher als später bereit ist, sich helfen zu lassen, lebt länger. Dies bestätigt nun auch eine Studie der amerikanischen Psychologen Rebecca Delaney, Nicholas Turiano und JoNell Strough von der West Virginia University.

Wer sich helfen lässt, lebt länger

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Im Rahmen der Untersuchung wurden 6116 ProbandInnen zu ihren Krankheiten und der Art und Weise, wie sie damit umgingen, befragt. Dabei mussten sie beispielsweise angeben, ob sie sich Unterstützung von Freunden und Familie geholt und/oder professionelle Hilfe in Anspruch genommen hatten. 20 Jahre später überprüften die Forscher, wer von den StudienteilnehmerInnen noch lebte. Das Ergebnis: Die schweigsamen Einzelkämpfer hatten ein 11 Prozent höheres Sterberisiko als jene TeilnehmerInnen, die in der Umfrage angegeben hatten, sich ihren Problemen gestellt, mit ihrem sozialen Umfeld darüber gesprochen, und sich zu einem frühen Zeitpunkt Hilfe geholt zu haben.

„Personen, die sich Hilfe suchten und helfen ließen, verlängerten ihr Leben“, erklären die Autoren und schlussfolgern, dass Menschen, die von Anfang an mit nahestehenden Personen über ihre Probleme, in diesem Fall Krankheiten, sprechen, sich eine zweite, dritte und vierte Meinung einholen und folglich auch früh genug zu verschiedenen Spezialisten gehen, aufgrund dieses offenen Umgangs bessere Überlebenschancen haben. Damit werde die Verschlechterung von Krankheiten aufgehalten, bzw. verlangsamt.