Gesundheit

„Late-Night-Snacks“ schaden dem Herzen

Snacks nach 6 Uhr abends schaden dem Körper. /Bild: Fotolia
„Late-Night-Snacks“ schaden dem Herzen
Julia Haberl

Wer kennt es nicht? Spät am Abend noch schnell aus dem Bett steigen, um den Kühlschrank zu plündern. Das Verlangen nach etwas Süßem oder Fettigem erweckt in uns das Bedürfnis für einen „Late-Night-Snack“. Aber nicht nur eine kleine Mahlzeit zur späteren Stunde hat Auswirkungen auf unseren Körper, sondern auch die Gewohnheit spät das Abendessen einzunehmen. Im Berufsalltag bleibt oft nicht genügend Zeit für ein Mittagessen und deshalb kann erst am Abend eine üppige Mahlzeit verzehrt werden. Laut Experten haben diese Essensgewohnheiten eine negative Auswirkung auf die körperliche Gesundheit, vor allem auf unser Herz. Was steckt dahinter?

Verschiebung des Tagesrhythmus

Zeit

Im Laufe der Jahre hat sich die Gesellschaft in eine neue Richtung entwickelt. Es kommt zu einer Verschiebung des eigenen Tagesablaufs. Wir stehen später auf. Wir essen später zu Mittag. Wir kommen später von der Arbeit nach Hause. Wir gehen später ins Bett. Diese „neuen“ Angewohnheiten haben einen Effekt auf unsere innere Uhr. Diese Beeinflussung führt zu Problemen im Stoffwechsel und erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen. Unser Körper ist somit einer Umstellung ausgesetzt. Viele Menschen leiden außerdem unter Schlafmangel. Der Schlafmangel beeinflusst ebenso unser Essverhalten. Einschlafprobleme sind oft Auslöser für einen kleinen Snack spät abends.

Diese Form des Lebensstils erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes sind mitunter Auslöser dafür. Menschen, die ihr Abendessen nach 6 Uhr einnehmen haben laut einer amerikanischen Studie höhere Blutzuckerwerte, höhere Insulinwerte und einen höheren Blutdruck. Dies stellt ein Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, wie Schlaganfall und Herzinfarkt dar.

Gewohnheiten ändern!

Gewohnheiten

Um uns vor dieser Entwicklung und den damit verbundenen Krankheiten zu schützen, sollten wir versuchen die eigenen Gewohnheiten zu ändern. Wichtig für unseren Körper wäre es, die 3 täglichen Mahlzeiten einzuhalten und bestimmte Uhrzeiten dafür festzulegen. Auch wenn es mit dem Berufsalltag nicht sehr einfach zu kombinieren ist, lässt sich meist eine sinnvolle Lösung finden. Zum Beispiel das Essen für die Arbeit am Tag davor oder in der Früh zubereiten, um es in der Mittagspause genießen zu können. Abends sollte nicht zu spät gegessen werden und auf ein leichtes, schonend zubereitetes Essen Wert gelegt werden. Fettige und zuckerhaltige Mahlzeiten liegen schwer im Magen und können unseren Schlaf beeinflussen. Wenn man spät abends noch Lust auf einen kleinen Snack hat, kann sich ein Glas Wasser gegen den Heißhunger bewähren. Es sind also ein paar einfache Dinge, die wir gut in unseren Alltag kombinieren können und die uns und vor allem unser Herz schützen!