Leben

Liebe auf den 1. Blick: Wie sie sich aus psychologischer Sicht erklären lässt

Wer glaubt an Liebe auf den ersten Blick?/Bild: Fotolia
Liebe auf den 1. Blick: Wie sie sich aus psychologischer Sicht erklären lässt

Zwei Menschen, deren Blicke sich wie in Zeitlupe schicksalshaft treffen, Schmetterlinge im Bauch und Herzklopfen – Wohl wenig klingt romantischer als die Vorstellung von der Liebe auf den ersten Blick: Doch kann man aus psychologischer Sicht wirklich sagen, dass sie existiert? Oder ist sie nur ein mediales Konzept? Wir sind der Frage nachgegangen…

Die Anziehung macht’s

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Allen voran: Ob Liebe auf den ersten Blick existiert, unterliegt vor allem dem individuellen Empfinden. Aus wissenschaftlicher Sicht könnte man jedoch anstatt von Liebe lediglich eher von einem „Verliebt-Sein auf den ersten Blick“ sprechen. Und dieses ergibt sich vor allem durch eine starke Attraktivität, welche mit einer hohen Anziehungskraft einhergeht. Doch auch diese kann lediglich auf dem ersten Eindruck und visuellen Attributen beruhen und somit nicht als „Liebe“ enttarnt werden. Denn Liebe basiert vor allem auf „tieferen“ Aspekten wie Leidenschaft, Intimität und Vertrauen. In jedem Fall aber kann eine hohe Anziehungskraft bei der ersten Begegnung die Basis für eine sich später entwickelnde Liebesbeziehung werden und die Türe in eine Beziehung erst öffnen.

Liebe auf den ersten Blick als Erinnerungskonstrukt

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Für manche Menschen ist die Liebe auf den ersten Blick auch lediglich ein Erinnerungskonstrukt, so ein Ergebnis der an der Universität Groningen durchgeführten Studie. In einer glücklichen und erfüllten Beziehung lebende Menschen würden demnach erst im Nachhinein ihr erstes Treffen als „Liebe auf den ersten Blick“ bezeichnen, ohne genauer darüber zu reflektieren.Paare, welche demzufolge „Liebe auf den ersten Blick“ im Nachhinein empfanden, würden, so die Studienautoren, die Beziehung stärker oder intensiver erscheinen lassen wollen.

Männersache?

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Grundsätzlich herrscht wohl die Annahme, dass Frauen eher als Männer hoffnungslos romantisch veranlagt sind. Einer weiteren Studie zufolge gaben jedoch lediglich 29% der befragten Frauen an, Liebe auf den ersten Blick erlebt zu haben. Verglichen dazu waren sich 41% der befragten Männer sicher, diesen besonderen Moment als solchen erlebt zu haben. Auf die Frage hin, ob Liebe auf den ersten Blick wirklich existiert, entschieden sich mit nur 49% knapp die Hälfte der befragten Frauen für die Antwort ja. Im Gegensatz dazu waren es bei den befragten Männern 59%, woraus sich schließen lässt, dass Männer tendenziell absolut romantisch sein können.