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Man ist wie man isst: Schluss mit Schlingen !

Das Sprichtwort sollt um ein "Du bist, wie du isst" ergänzt werden ! /Bild: Fotolia
Man ist wie man isst: Schluss mit Schlingen !
Catharina Kaiser

Das Sprichwort: „Du bist was du isst“, kennt vermutlich jeder und das auch durchaus zurecht. Neuesten Studien zufolge müsste der Satz jedoch um ein „und wie du isst“, erweitert werden. Denn nicht nur was auf dem Teller landet hat Einfluss auf die Gesundheit, sondern auch die Art und Weise wie es von dort aus in den Magen gelangt. Die Auswirkungen des Verschlingens von Essen sei, laut einer Forschung mit 1.000 Teilnehmern, nämlich ziemlich gefährlich. So entdeckten Wissenschaftler der Hiroschima University, dass nur 2,3 % jener Menschen die sich beim Essen Zeit ließen ein metabolisches Syndrom entwickelten. Darunter versteht man eine Gruppe von Risikofaktoren, wie etwas Bluthochdruck oder einen schwankenden Zuckerspiegel, die zu Diabetes oder Herzinfarkten führen können. Bei Schnellessern waren es im Vergleich 11,6 %. So gesehen liefert diese Studie einen weiteren Beweis dafür, dass sich ein entspannter Lebensstil durchaus auszahlen kann. Doch woher genau soll man eigentlich wissen, ob man zu schnell isst und lieber etwas auf die Bremse steigen sollte?

Schlingen schädigt der Verdauung

Natürlich hängt die ideale Dauer von der jeweiligen Portionsgröße ab. Man muss also nicht zwangshalber eine halbe Stunde auf einem Salatblatt herumkauen. Dennoch gibt es so etwas wie eine Faustregel: Nämlich dass man sich für ein „normales“ Abendessen mindestens 20 Minuten Zeit nehmen sollte. Dahinter verbirgt sich die Annahme, dass das Gehirn etwa so lange braucht um ein Sättigungsgefühl zu bemerken. Sprich, wer sein Essen schneller verschlingt, neigt dazu mehr Nahrung aufzunehmen als er eigentlich bräuchte. „Mal abgesehen davon, dass Schlingen und hastiges Essen eine ganze Reihe unangenehmer Effekte mit sich bringen kann wie etwa Blähungen oder Verdauungsprobleme“, so Ernährungswissenschaftlerin Dr. Rhiannon Lambert. Der Schlüssel zu einer gesunden Verdauung liegt daher in der bewussten Nahrungsaufnahme. Zu Essen sollte daher praktisch mit einer Meditations-Session vergleichbar sein. Denn so wie man während der Yogaübung nicht aufs Handy starrt, sollt man auch beim Essen auf diverse Ablenkungen verzichten. „Währenddessen auf das Smartphone zu starren, oder sich mit irgendwelchen Social Media Kanälen zu unterhalten kann den Prozess stören und somit dazu führen, dass man wie wild zu schlingen beginnt“, erklärt Lambert.

Tricks gegen das Schlingen

Glücklicherweise gibt es einige Tricks, die einen vom Schlingen abhalten können und sicherstellen, dass man seine Nahrung bewusst zu sich nimmt. Beispielsweise sollte ein Bissen zwischen 20-30 gekaut werden, das Besteck zwischen jedem Happen niedergelegt und zwischendurch ein Schluck Wasser getrunken werden. Zudem können spezielle Lebensmittel ebenfalls dabei helfen, sich nicht zu überessen. Ballaststoffreiche Produkte, wie Kartoffeln oder Haferflocken, machen beispielsweise schneller satt und erfordern im Vergleich zu Gebäck und Co. ein längeres Kauen. Auch Diäten oder Fastenkuren können laut Experten dazu führen, dass man sein Essen viel zu schnell verschlingt. Dank der fehlenden Mahlzeiten wird man nämlich derart hungrig, dass es einem wirklich schwer fallen kann sich zu beherrschen. Nur ein Stückchen Obst zwischendurch kann hingegen tatsächlich Wunder wirken und die maßlosen Hungerattacken unterdrücken. Nichtsdestotrotz muss man bei diesem Thema natürlich etwas realistisch bleiben. Nicht jeder kann zu jederzeit mit vollster Aufmerksamkeit bei der Sache sein und beim Essen wird sich das erst recht nicht so schnell ändern. Vor allem wenn es um kleine Snacks zwischendurch geht. Doch solange man versucht seine Hauptmahlzeiten etwas bewusster zu sich und sich dabei genug Zeit zu nehmen, kann man sich vom Schlingen abhalten. So werden zum einen Blähungen und Co. seltener und zum anderen wird man vermutlich allgemein weniger essen.

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