Gesundheit

Massage: Warum beide davon profitieren

Na wenn das keine Motivation zum gegenseitigen Verwöhnen ist ! /Bild: Fotolia
Massage: Warum beide davon profitieren
Catharina Kaiser

Eine Massage zu bekommen, ist schon wirklich angenehm und das beste daran ist, dass sogar beide Beteiligten davon profitieren. Einer neuen Studie zufolge zeigen sich nämlich auch beim „Masseur“ ähnlich positive Auswirkungen auf Körper und Seele. Wenn Sie Ihren Partner das nächste mal um eine kurze Nackenmassage bitten, können Sie folglich getrost hinzufügen, dass Sie das nur zu seinem Wohl tun.

Eine Massage, zwei Entspannte

Im Rahmen der Studie durften 38 Teilnehmer einen dreiwöchigen Massagekurs absolvieren. Zudem wurden, jeweils vor und nach einer Session, Angaben zu Stress, Beziehungszufriedenheit, sowie physischem und mentalem Wohlbefinden mittels eines Fragebogens überprüft. Überraschenderweise schienen sich diese Faktoren sowohl bei jenen die eine Massage bekamen, als auch bei jenen die ihre Partner massierten, zu verbessern. Hinzu kommt, dass diese positiven Auswirkungen über einen langen Zeitraum anhalten. Denn auch drei Wochen nach der letzten Sitzung waren die jeweiligen Messungen noch relativ gleichbleibend. „Diese Entdeckungen zeigen, dass massieren ein angenehmer und zugleich effektiver Weg für Paare ist, um das gegenseitige Wohlbefinden zu verbessern während man seine Zuneigung ausdrückt“, erklärt Studienleiterin Sayuri Naruse, von der Northumbria University. Hinter diesen positiven Auswirkungen verbergen sich im Grunde zwei Effekte, die durch eine Massage hervorgerufen werden können: „Zum einen wird die Oxytocin Produktion angeregt, zum anderen verlangsamt sich die Herzfrequenz, weshalb sich der Körper so gut entspannen kann“, erklärt Psychologe Dr. Matthew Hertenstein. Diese Konsequenzen erlebt der Massierende genau so wie jene Person die von ihm massiert wird.

Kuscheln ist wie massieren

Auch Kuscheln ist eine gesunde Gewohnheit, die sich sowohl auf den „Geber“ als auch den „Empfänger“ auswirkt. Es macht glücklicher, stärkt das Immunsystem, reduziert Angst und hilft dabei besser einschlafen zu können. Natürlich gibt es hierfür ebenfalls eine psychologische Begründung. Ähnlich wie bei einer Massage, werden auch durch das Kuscheln wichtige Hormone freigesetzt. Darunter beispielsweise Dopamin und Serotonin, durch deren Wirkung die Stimmung verbessert und Depressionen gelindert werden können. Eine weitere Studie, die sich mit dem gegenseitigen Gefiederpflege bei Vögeln beschäftigte, bestätigte, dass dieses Sozialverhalten ebenfalls die Bindung stärkt und Stress reduziert.

Die Macht der Berührung

Bislang wurde schon einiges an Forschung betrieben um die Effekte von küssen, kuscheln oder umarmen aufzuzeigen. Beispielsweise kann bereits eine simple Umarmung zur Erhöhung des Oxytocins, einer niedrigeren Herzfrequenz sowie reduzierten Cortisolwerten beitragen. Einer Untersuchung an NBA-Spielern zufolge würde Körperkontakt häufiger zum Gewinn eines Teams führen. Die Macht der Berührung kann übrigens auch ein Erfolgsgarant im Job sein. Laut einer Studie würde das simple auf den Rücken klopfen unter Kollegen eine bessere Teamarbeit zur Folge haben.

Obwohl es bei einer Massage zwar trotzdem viel angenehmer sein mag, wenn man die Person ist, die massiert wird, so sollten die Vorteile für den ausführenden auch nicht einfach vergessen werden. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen!