Gesundheit

Medikamente, die zu Vergessenheit und Demenz führen können

Demenz ist nach wie vor unheilbar – verantwortlich für das Vergessen sind unter anderem auch Medikamente. /Bild: Fotolia
Medikamente, die zu Vergessenheit und Demenz führen können
Melanie Payerl

Viele Medikamente sind bekannt dafür, dass sie potenzielle Nebenwirkungen haben. Trotz der Vorteile, wie etwa die Linderung von Beschwerden, können einige Medikamente zu anderen Gesundheitsproblemen führen. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger zu wissen, wie Medikamente wirken. Jeder sollte darüber Bescheid wissen, was Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen, im Körper bewirken können. Eine Studie, die in der Zeitschrift JAMA Neurology veröffentlicht wurde, zeigt die negativen Auswirkungen von diversen Medikamenten. Vor allem Vergessenheit und Demenz konnten als Nebenwirkungen der untersuchten Medikamente festgemacht werden. Weltweit leben laut WHO etwa 50 Millionen Menschen mit Demenz und jedes Jahr werden es mehr. Demenz führt über kurz oder lang dazu, dass die betroffene Person auf Betreuung anderer Menschen angewiesen ist.

Welche Medikamente können zu mehr Vergessenheit führen?

Tabletten

An Demenz zu erkranken gehört mit Sicherheit zu den schlimmsten Albträumen eines jeden Menschen. Vergessen wo man wohnt, wen man liebt, wer man ist – ist wahrlich eine schreckliche Vorstellung. Dennoch erkranken jährlich mehr und mehr Menschen an Alzheimer und ein Heilmittel ist nach wie vor noch nicht gefunden. Noch schrecklicher ist, dass es Medikamente gibt, die Demenz und Vergessenheit begünstigen können. Es handelt sich dabei vor allem um Medikamente, die zur Behandlung von Allergien, Schlafstörungen und bei Seekrankheit zum Einsatz kommen. Wissenschaftler der Indiana University School of Medicine untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen jenen Medikamenten und dem Gedächtnisverlust. Tatsächlich konnte ein Zusammenhang bestätigt werden, es ist also möglich, dass Allergiemedikamente zu Vergessenheit und Demenz führen können. Bei der Studie wurde das Gehirn der teilnehmenden Personen analysiert, die anticholinerge Medikamente einnehmen. Eine andere Studie aus dem Jahr 2015 veröffentlichte ihre Ergebnisse zu den negativen Nebenwirkungen von diversen Medikamenten. Vor allem bei Präparaten für Heuschnupfen sowie Schlafmitteln konnte festgestellt werden, dass ein kognitiver Rückgang auftritt – was wiederum mit einem zunehmenden Risiko für Demenz einhergeht. Neben Allergiemedikamenten können auch antipsychotische Medikamente, Medikamente gegen Reisekrankheit, Schmerzmittel, Parkinson-Medikamente sowie Antidepressiva zu mehr Vergesslichkeit führen und Demenz begünstigen.

Medikamente einstellen?

In erster Linie ist es wichtig mit dem Arzt über Nebenwirkungen der Medikamente zu sprechen. Keinesfalls sollten lebensnotwendige Medikamente selbst eingestellt werden, dafür ist immer ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt nötig. Eine Alternative zu diversen Medikamenten sind Naturheilmittel, dabei kann jeder Arzt sowie Pharmazeut zur Beratung herangezogen werden.