Featured

Menschen, die bei Musik Gänsehaut bekommen, haben ein besonderes Gehirn

Eine Studie zeigt, dass Menschen, die beim Musikhören Gänsehaut bekommen, ein besonderes Gehirn haben./ Bild: Fotolia
Menschen, die bei Musik Gänsehaut bekommen, haben ein besonderes Gehirn
Paulin Klärner

Evolutionär betrachtet ist Gänsehaut dafür da, um als Wärmereflex des Körpers gegen Kälte vorzugehen. Dies ist aber nicht der einzige Grund, warum uns manchmal die Haare zu Berge stehen. Ob bei gruseligen Filmen, zu saurem Essen oder wahnsinniger Vorfreude – Gänsehaut ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter.

Wenn einem auch beim Genießen der Lieblingssongs ein regelrechter Schauer durch den Körper strömt, so dass sich die Härchen auf den Armen aufstellen, ist laut Wissenschaft nicht nur ein überdurchschnittlich feinfühliger Mensch, sondern verfügt auch über ein besonders Gehirn. Eine kleine, aber viel beachtete Studie von Matthew Sachs von der University of Southern California, die im Fachblatt „Neuroscience-Journal“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass Menschen, die beim Musikhören Gänsehaut bekommen, strukturelle Unterschiede im Gehirn aufweisen.

Wer Gänsehaut bekommt, fühlt nachweislich intesiver

goosebumps

Der Forscher untersuchte insgesamt 20 StudentInnen, die sich für das Experiment 3-5 Songs anhören mussten. 10 der TeilnehmerInnen bekamen dabei Gänsehaut, die anderen 10 zeigten keine Hautreaktionen. Schließlich wurden Gehirn-Scans von allen 20 ProbandInnen durchgeführt. Sachs und sein Team stellten hierbei fest, dass jene Menschen, die beim Musikhören Gänsehaut bekamen, ein dichteres Volumen an Fasern im Gehirn aufwiesen, was für eine bessere Verbindung zwischen dem auditorischen Kortex und jenem Teil des Gehirns, in dem Emotionen verarbeitet werden, sorge. Menschen, die Gänsehaut bekommen haben auch eine ausgeprägtere Fähigkeit, intensive Emotionen zu erleben“, meint Sachs weiters.

Featured