Gesundheit

Menschen, die ständig jammern, schaden unserer Gesundheit

Laut Wissenschaft sind Menschen, die sich immer beschweren, schlecht für unsere Gesundheit/ Bild: Fotolia
Menschen, die ständig jammern, schaden unserer Gesundheit
Paulin Klärner, BA

Menschen, die ständig jammern, zehren an unserer Energie. Diese Beobachtung kennt wohl jeder. Nach einem Treffen mit einer Nörglerin/einem Nörgler fühlt man sich schlapp und ausgelaugt. Laut Wissenschaft ist ständiges Beschweren aber nicht nur anstrengend, sondern auch nachweislich schlecht für unsere Gesundheit ist – aktiv sowie passiv.

Ein Monat ohne Jammern

Die laufende Untersuchung, das Complaint Restraint Project“, von Jessica Hullinger beschäftigt sich damit, wieso sich Menschen ständig beschweren, welche Auswirkungen diese Eigenschaft auf die Nörgler selbst und ihr Umfeld hat und wie man lernen kann, nicht ständig zu jammern. Im Rahmen des Experiments achten mehr als 1000 ProbandInnen darauf, sich einen ganzen Monat lang nicht zu beschweren.

Beschweren ist ungesund: Aktiv und passiv

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Hullinger erklärt: „Wenn wir uns beschweren, produziert unser Gehirn Stress-Hormone die neurologische Verbindungen in Arealen beschädigen, die eigentlich für Problemlösung und andere kognitive Funktionen verantwortlich wären. Dies passiert auch, wenn wir zuhören, wie sich andere Menschen beschweren“. Hullinger zitiert Trevor Blake, Autor des Buchs  „Three Simple Steps“: „Der einfachste Weg, eine Freundschaft aufzubauen und zu kommunizieren, ist sich gemeinsam über etwas zu beschweren“.

Jammern ist also quasi eine anerkannte und weit verbreitete Kommunikationsform, die ganz von selbst aus uns herauszusprudeln scheint. Hullingers Lösungen für das Problem: Man sollte sich von Menschen, die ständig jammern distanzieren und chronisches Nörgeln somit aus seinem Leben verbannen. Wer selbst dazu neigt, sich ständig zu beschweren, sollte außerdem bewusst auf diese Eigenschaft achten und versuchen, die Beschwerden in Problemlösungen umzuwandeln. Wenn man sich beim Jammern erwischt, sollte man gedanklich immer ein positives „aber…“ hinzufügen und sich so bewusst in Optimismus üben – der Zufriedenheit und Gesundheit zuliebe.