Gesundheit

Movember: Schnurrbart gegen Prostatakrebs

Movember im November ? Alle Jahre wieder wird durch das Tragen von Schnurrbärten Bewusstsein für Männer-Krankheiten geschaffen ! /Bild: Fotolia
Movember: Schnurrbart gegen Prostatakrebs
Trixi Kouba

Es ist wieder Movember und noch immer genug Zeit, für den Rest des Monats einen Schnurrbart für den guten Zweck wachsen zu lassen! Frauen müssen jetzt nicht über ihre fehlende Gesichtsbehaarung enttäuscht sein. Sie können als „Mo-Sistas“ auch ohne Schnurrbart ihren Teil beitragen und Spenden für die Gesundheit der Männer in ihrem Leben sammeln!

Bewusstsein schaffen

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Movember – die Verschmelzung des englischen Wortes moustache und November – steht für den haarigsten Monat des Jahres, in dem Männer auf der ganzen Welt dazu aufgefordert sind, ihre Bärte sprießen zu lassen. Mit dieser Aktion soll die Aufmerksamkeit auf Gesundheitsprobleme der Männer gelenkt und Spenden zur Erforschung und Vorbeugung von Prostatakrebs gesammelt werden. Ausgehend von Australien und Neuseeland konnte der Oberlippenbart zunehmend den Rest der Welt erobern. 2017 setzte sich die Movember-Gemeinde in 20 Ländern rund um den Globus für die Männergesundheit ein und sammelte durch das Wachstum von mehr als 301.943 Schnurrbärten Spenden in Höhe von 57 Millionen Euro.

Denn Männer sind bekannterweise ein wenig ärztescheu. Da der Schnurrbart in den letzten Jahrzehnten an Popularität eingebüßt hat, setzten die Movember-Erfinder gerade deshalb auf den Oberlippenschmuck. Der Schnauzer ist ein Blickfang und führt schnell zu einem verdutzen „Warum?“ im Bekanntenkreis. Das eröffnet Gespräche und erweitert das Bewusstsein für die Gesundheit der Männer.

Schwerpunkt Prostatakrebs

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Der Schwerpunkt der Männergesundheit in der Movember-Bewegung liegt beim Prostatakrebs. Er tritt auf, wenn sich Zellen der Prostata sehr viel schneller reproduzieren, als sie sollten. Dadurch entsteht ein Tumor. Das gefährliche an dieser Erkrankung ist, dass er meist in den frühen Stadien keine Symptome verursacht. Deshalb sollten Männer regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Denn wird der Krebs nicht behandelt, kann er streuen und weitere Stellen im Körper befallen. Mit steigendem Alter erhöht sich das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken stetig. Männer, deren Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt ist, haben ein doppelt so hohes Risiko. Symptome können ein häufiger Harndrang, Schmerzen bei der Ejakulation oder Erektionsprobleme sowie ein Brennen beim Urinieren sein.

Mo-Sistas sind gefragt

Wer Teil der Bewegung und somit ein „Mo-Bro“ werden möchte, startet am 1. November glattrasiert in den Monat und lässt sich 30 Tage lang einen hübschen Schnauzer – in der Bewegung „Mo“ genannt – wachsen. Auf die Größe kommt es nicht an – Qualität vor Quantität! Eine wichtige Regel: Jeder Mo-Bro muss sich wie ein Gentleman verhalten. Also Mo-Sistas: Unterstützt die Männer in eurem Leben, heuert Mitglieder an und lobt die Schnurrbart-Träger um euch herum!

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