Gesundheit

Multiple Sklerose: Wie entsteht die Erkrankung?

MS- eine Erkrankung, die eine umfangreiche Diagnostik benötigt. /Bild: Fotolia
Multiple Sklerose: Wie entsteht die Erkrankung?
Melanie Payerl

Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des Zentralnervensystems und betrifft das Gehirn und das Rückenmark. Bei MS greift das Immunsystem die Schutzhülle an, die die Nervenfasern bedeckt und verursacht auf diese Weise Kommunikationsprobleme zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers. Letztendlich kann die Krankheit dazu führen, dass die Nerven dauerhaft geschädigt werden. Die Symptome von Multiple Sklerose variieren stark und hängen von der Anzahl der Nervenschäden und den betroffenen Nerven ab. Erkrankte im fortgeschrittenen Krankheitsstadium verlieren häufig die Fähigkeit selbstständig zu gehen. In anderen Fällen leben Betroffene lange Zeit ohne jegliche Symptome. Leider gibt es derzeit noch keine Heilungschancen bei MS. Behandlungsmethoden können jedoch die Symptome lindern und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.

Ursachen

Die Ursache von Multiple Sklerose ist unbekannt, da es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der das körpereigene Immunsystem das Gewebe angreift. Es ist nicht klar, warum sich MS bei manchen Menschen entwickelt und bei anderen nicht. Wissenschaftler vermuten eine Kombination aus Genetik und Umweltfaktoren. MS kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten davon betroffen sind jedoch Menschen zwischen 15 und 60 Jahren. Frauen sind von MS doppelt so häufig betroffen wie Männer. Ebenso bedeutend ist die Krankheitsgeschichte der Familie, denn wenn ein Elternteil oder ein Geschwister an MS erkrankt ist, dann besteht ein erhöhtes Risiko selbst an MS zu erkranken. Außerdem werden bestimmte Infektionen mit vielerlei Viren in Verbindung gebracht MS zu verursachen. Überraschend ist auch, dass Nordeuropäer ein höheres Risiko aufweisen an MS zu erkranken, als Menschen afrikanischer oder asiatischer Abstammung. Ein erhöhtes Risiko haben auch Menschen, die an einer Schilddrüsenerkrankung, einer Darmerkrankung oder Diabetes Typ 1 erkrankt sind. Jahreslanges Rauchen kann langfristig nicht nur zu Lungenkrebs führen, sondern auch das Risiko an MS zu erkranken, erhöhen.

Symptome

Schlafen

Wie äußert sich MS? Diese Frage ist schwer zu beantworten, da die Symptome sehr unterschiedlich sein können. Zu den ersten Symptomen zählen jedoch in der Regel Sehstörungen, aber auch motorische Störungen wie Unsicherheiten während dem Gehen. Weitere Symptome bei Multiple Sklerose sind beispielsweise Lähmungen, Schmerzen in den Gliedmaßen, Sprechstörungen, Schwindel oder Kraftlosigkeit. Da die Symptome relativ unspezifisch sind und auch auf andere Erkrankungen zutreffen können, ist die Diagnostik bei MS besonders umfangreich. Neben einer Blutuntersuchung, einer Untersuchung des Liquor werden auch bildgebende Verfahren wie MRT verwendet, um MS zu diagnostizieren.