Frauenmedizin

Neue Studie bestätigt: Bluttest erkennt Brustkrebs

Wissenschafter haben einen Bluttest zur schnelleren Erkennung von Brustkrebs entwickelt/ Bild Fotolia
Neue Studie bestätigt: Bluttest erkennt Brustkrebs
Paulin Klärner

In Österreich erhalten pro Jahr rund 5.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Zu den bisherigen Verfahren zur Feststellung der Erkrankung zählen etwa die Mammografie, der Ultraschall und das MRT. Wissenschafter haben nun eine schonendere, nicht-invasive Methode zur Diagnose entwickelt.

„Meilenstein in der Brustkrebsdiagnostik“

Ein Heidelberger Forscherteam begeistert zurzeit mit einem neuen Bluttest zur Erkennung der weit verbreiteten Krebsart. Durch die sogenannte „Liquid Biopsy“ können bestimmte Erkrankungen aus Körperflüssigleiten wie Blut, Speichel oder Urin „abgelesen“ werden. Das Blut von Brustkrebs-Patientinnen weise laut Untersuchungen 15 verschiedene Biomarker auf, die schließlich zur Diagnose führen.

75%ige Trefferquote

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In der Studie wurde der Test an 900 Frauen (500 davon waren an Brustkrebs erkrankt) getestet – die Trefferquote betrug demnach ganze 75 Prozent. Bei den unter 50-jährigen Studien-Teilnehmerinnen lag die Quote bei 86 Prozent, bei den über 50-Jährigen bei 60 Prozent. Der Bluttest sei laut Christof Sohn, Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg „eine neue, revolutionäre Möglichkeit, eine Krebserkrankung in der Brust nicht-invasiv und schnell mit Hilfe von Biomarkern im Blut zu erkennen“. Auch ein Rückfall und die Behandlungswirksamkeit könne mit dem neu entwickelten Verfahren leichter festgestellt werden, erklären die Forscher. Der Bluttest soll demnach noch dieses Jahr in die klinische Anwendung kommen.

Einige Experten zeigen sich jedoch skeptisch: So sei etwa laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum bisher noch keine Studie zur Begutachtung erschienen, was die Begeisterung über den Fortschritt noch dämpfe.

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