Gesundheit

Neue Studie zeigt: Liebeskummer kann Krebs auslösen

Dass ein gebrochenes Herz so allerlei Schaden anrichten kann, ist hinlänglich bekannt. Einer neuen Studie zufolge kann es bei Betroffenen aber sogar zu Krebs führen/Bild: Fotolia
Neue Studie zeigt: Liebeskummer kann Krebs auslösen
Paulin Klärner

Das „Broken-Heart-Syndrome“ ist mittlerweile weitgehend bekannt und auch in medizinischen Kreisen anerkannt. Demnach können Menschen aufgrund starken Kummers extreme körperliche Symptome aufweisen. Einer neuen Studie zufolge kann Liebeskummer sogar zu Krebserkrankungen führen.

Herzschmerz und seine Folgen

broken heart

Für die Studie, die im „Journal of the American Heart Association“ veröffentlicht wurde, wurden 1600 PatientInnen, die am Broken-Heart-Syndrome, in Fachkreisen „Tako Tsubo-Kardiomyopathie“ genannt, erkrankt sind, untersucht. Die Erkrankung wird laut MedizinerInnen durch extreme psychische Belastungen – wie etwa den Tod eines geliebten Menschen – ausgelöst und zeichnet sich durch Herzinfarkt-ähnliche Symptome (wie Kurzatmigkeit und heftige Schmerzen in der Brust) aus.

Liebeskummer kann zu Krebs führen

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass einer von sechs Menschen, die am Broken-Heart-Syndrome leiden, außerdem an Krebs erkrankt sind. Am häufigsten war hier Brustkrebs gefolgt von Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Atemwege, der Haut und der Geschlechtsorgane. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass PatientInnen innerhalb von 6 Jahren an ihrer Krebserkrankung sterben höher, wenn sie zusätzlich an Tako Tsubo-Kardiomyopathie leiden. „Unsere Studie sollte auch das Bewusstsein unter Onkologen und Hämatologen erhöhen, dass man bei Krebspatienten mit Brustschmerz, Atemnot oder Abweichungen in ihrem Elektrokardiogramm an das ‚Broken Heart Syndrome‘ denken sollte.“, heißt es in der Mittleilung der American Heart Association. Hierzu müssen laut den Wissenschaftlern noch weitere Studien durchgeführt werden – diese Untersuchung sei jedoch ein bedeutender erster Schritt.