Gesundheit

Nierensteine: Was man darüber wissen muss

Männer neigen eher zur Bildung von Nierensteinen. /Bild: Fotolia
Nierensteine: Was man darüber wissen muss
Melanie Payerl

Nierensteine sind kleine, harte Mineralablagerungen, die sich in den Nieren bilden können und dort als Nierensteine ablagern. Einige Menschen neigen eher dazu Nierensteine zu bilden, wie andere. In der Regel neigen Männer vermehrt dazu, diese zu bilden, so Dr. Clayman, Professor an der Abteilung für Urologie an der Universität in Kalifornien. Warum Männer zu einer vermehrten Nierensteinbildung neigen, ist nicht gänzlich geklärt.

Wie machen sich Nierensteine bemerkbar?

Niere

Solange die Steine klein bleiben, ist das vorerst nicht weiter schlimm, denn häufig werden kleine Steine über den Urin unbemerkt ausgeschieden. Kritisch wird es jedoch, wenn die Nierensteine in den Nieren verbleiben und immer größer werden. Ab einer Größe von sechs Millimetern bereiten die Nierensteine den Betroffenen meist Probleme. Bleibt ein Nierenstein im Harnleiter, der Blase oder in der Harnröhre stecken, kann es zu einer Nierenkolik kommen, die in vielen Fällen sehr schmerzhaft verläuft. Schmerzen im Bereich der Nieren, dem Rücken und dem Genitalbereich sind bei einer Nierenkolik keine Seltenheit, begleitet wird diese meist noch von Übelkeit und Erbrechen. Nicht nur bei einem Harnwegsinfekt schmerzt der Intimbereich beim Wasserlassen, sondern auch bei Nierensteinen. Ein Brennen beim Wasserlassen bedeutet also nicht zwingend, dass Sie an einem Harnwegsinfekt leiden. Eine erhöhte Trinkmenge und regelmäßige Bewegung sorgen dafür, dass sich die Nierensteine von alleine lösen können. Falls das jedoch nicht klappt, müssen diese entweder durch Medikamente gelöst oder vom Arzt entfernt werden.

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte der Vorbeugung von Nierensteinen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Einerseits gilt die genetische Veranlagung als Hauptursache von Nierensteinen, andererseits spielt auch eine ungesunde Ernährung eine wesentliche Rolle. Eine säurereiche Ernährung fördert ebenso die Bildung von Nierensteinen, aber auch eine chronische Harnwegsinfektion fördert die Bildung von Nierensteinen in den Nierenbecken.

Einmal Nierensteine – immer Nierensteine?

Mann hat Schmerzen

Wer zu viel Salz isst, regt die Calciumausscheidung über den Urin an, was wiederum die Steinbildung in den Nieren begünstigt. Ein weiterer Typ von Nierensteinen bildet sich aus Harnsäure, einem Abfallprodukt einer sehr eiweißreichen Ernährung. Glücklicherweise können Nierensteine, falls diese nicht von alleine verschwinden, mithilfe der Schulmedizin beseitigt werden. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass sich Nierensteine erneut ansammeln. Denn in den meisten Fällen verändern Betroffene ihr Ernährungsverhalten nach der Entfernung von Nierensteinen nicht, was dazu führt, dass sich diese erneut bilden.  Wer also mit Nierensteinen zu kämpfen hat, sollte nach der Entfernung dieser versuchen, seine ungesunden Ernährungsgewohnheiten abzulegen, um die Entstehung neuer Nierensteine zu verhindern.