Gesundheit

„Öko-Test“: 14 von 66 Kinder-Zahnpasten „ungenügend“ und „mangelhaft“

Das deutsche Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat die Qualität von Kinder-Zahnpasten unter die Lupe genommen/ Bild: Fotolia
„Öko-Test“: 14 von 66 Kinder-Zahnpasten „ungenügend“ und „mangelhaft“
Paulin Klärner, BA

Die Zahnpflege sollte laut ZahnärztInnen bei Kindern bereits mit dem ersten Milchzahn beginnen – sobald dieser „durchbricht“ sollten Eltern demnach aufmerksam auf die Mundhygiene ihrer Kleinen achten. Hierbei ist es besonders wichtig, die richtigen Produkte für die ersten Zähnchen zu finden – und davon gibt es am Markt jede Menge. Laut dem deutschen Verbrauchermagazin „Öko-Test“ sind allerdings nicht alle zu empfehlen. Von den 66 getesteten Zahnpasten (47 Kinderzahnpasten für die Milchzähne und 19 Juniorzahnpasten) seien 14 Produkte „ungenügend“ oder „mangelhaft“, wie auch die Arbeiterkammer Oberösterreich berichtet. Auf der Liste standen beliebte Marken wie Elmex, Dm, Signal und Co.

„Junior Zahncremes“: Spezielle Pflege für die Milchzähne

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Für die optimale Kariesvorsorge bei Milchzähnen sollten Kinderzahnpasten laut ExpertInnen weniger Fluorid enthalten. Dieser Stoff schütze die Zähne vor Karies, im Übermaß (bzw. im Maß für „erwachsene“ Zähne) macht er die Zahnoberfläche jedoch fleckig. Jenes sogenannte „Fluorose-Risiko“ sei laut Arbeiterkammer besonders in den ersten 6 Lebensjahren sehr hoch. Laut Öko-Test enthielten einige Pasten zu viel, andere jedoch gar kein Fluorid. Die Angaben auf den Produkten seinen generell mangelhaft, so die ExpertInnen. Enthalten Zahnpasten kein Fluorid können Kinder laut Öko-Test zusätzlich Fluorid-Tabletten lutschen – jene sind aber ausschließlich in diesem Fall empfehlenswert, ansonsten werde es zu viel des Guten. Kritik an den Inhaltsstoffen betrifft vor allem PEG/PEG-Derivate und Natriumlaurylsulfat, welche die Zahnpasten schön „schäumend“ machen, jedoch als hautreizend gelten und „die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen“, heißt es im Bericht zur Unteruchung. In 3 der getesteten Zahncremes wurden laut Öko-Test außerdem krebserregende oder giftige Metalle, wie Cadmium, Antimon und Blei gefunden.

Die guten Nachrichten: 38 der 66 Kinderzahnpasten des Tests fielen in die Kategorien „sehr gut“ und „gut“ – laut den ExpertInnen könnten die Ergebnisse allerdings noch besser sein. Oftmals gaben die Hersteller der Produkte unzureichende Informationen zur optimalen Dosierung der Cremes und dem empfohlenen Alter der potentiellen NutzerInnen.

HIER finden Sie die Bewertungen zu den getesteten Kinder-Zahnpasten.