Gesundheit

Plastik führt zum früheren Einsetzen der Pubertät

Plastik im Körper führt zu früherem Einsetzen der Pubertät und erhöht das Risiko für Brust- und Prostatakrebs! /Bild: Fotolia
Plastik führt zum früheren Einsetzen der Pubertät
Julia Haberl

Plastik ist heute beinahe in allen möglichen Lebensmittel, Konsumgegenständen und Kosmetikartikel vorhanden. Mikroplastik konnte bereits durch Untersuchungen im menschlichen Körper nachgewiesen werden. Das heißt: Plastik bringt nicht nur Schaden für die bereits intakte Umwelt, sondern auch für unsere körperliche Gesundheit. Verpackungen können Schadstoffe an Lebensmittel und Konsumgegenstände abgeben. Die Folgen können Fruchtbarkeitsstörungen, Allergien, Schilddrüsenerkrankungen, Hyperaktivität, Fehlgeburten und Lebensmittelunverträglichkeiten sein. Laut einer aktuellen Studie der Oxford University können Kosmetikmittel zu einem früheren Einsetzen der Pubertät führen:

Verfrühte Reife bei Kindern

In den letzten Jahren ist es zu einer zeitlichen Verschiebung der Pubertät gekommen. Die erste Menstruation beginnt früher und auch die Schambehaarung fängt schon im Kindesalter an zu wachsen. Nebenbei kommt es zu einer Risikoerhöhung für Brust- und Prostatakrebs. Kinder schämen sich für diese früh beginnende körperliche Veränderung und so werden psychische Probleme gefördert. Dafür verantwortlich sind sogenannte Phenole und Parabene, die in Kosmetika als Konservierungsmittel und zum Schutz vor Mikroorganismen eingesetzt werden. Auch spezielle Duftstoffe können diese verfrühten Entwicklungsprozesse beschleunigen.

Wie kommen die Schadstoffe in unseren Körper?

Es gibt unterschiedliche Wege, wie solche Schadstoffe in unseren Körper gelangen können. Laminat- und PVC-Böden enthalten gefährliche Inhaltsstoffe, die an die Luft abgegeben werden und daraufhin von uns eingeatmet werden. Hauptsächlich nehmen wir Plastik auch über die Nahrung auf. Speziell durch in Plastik verpackte Lebensmittel, Wurst, Fast-Food, Süßigkeiten und Soft-Drinks. Der direkte Kontakt mit der Haut spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Schuhe, Regenjacken, Nagellacke, Parfums, Deos und Spielsachen aus Plastik sind optimale Quellen dafür. Weichspüler wirken sich besonders schädigend auf den natürlichen Säureschutzmantel unserer Haut aus. Behälter und Aufbewahrungsutensilien für Kleinkinder sind besonders kritisch zu betrachten. Kinder kommen mit diesen Artikeln meist direkt in Kontakt und können die Schadstoffe so über den Mund aufnehmen.

Mögliche Alternativen

Plastik

Früher hat es ja auch ohne funktioniert, also warum nicht heute auch? Dies ist alles eine Frage der eigenen Handlungsbereitschaft und Gemütlichkeit. Es gibt bereits viele tolle und auch kostengünstige Alternativen für die herkömmliche Plastikware. Stoffsackerl, Glasflaschen und Zahnbürsten aus Holz sind nur einige Beispiele davon. Wichtig wäre es, klein anzufangen und sich dann über verschiedenste Bereiche weitervorzuarbeiten. So ist das komplette Entsorgen aller Plastiksackerl im Haus ein guter Anfang für einen bewussteren Lebensstil. Speisen selber frisch und mit saisonalen Lebensmitteln zuzubereiten, kann auch beim Einsparen von Plastik helfen. Bei den Kosmetikartikeln würde sich anbieten, wieder auf die herkömmliche Seife zurückzugreifen und schonende Wasch- und Reinigungsmittel zu wählen. Außerdem hilt es, zu versuchen, den Kleiderkonsum einzuschränken und vielleicht auch einmal ein Kleidungsstück selbst zu nähen.

Aller Anfang ist schwer, aber das Ergebnis wird sich mit Sicherheit lohnen!