Gesundheit

Pränatale Massage: Die Kraft der sanften Berührung

Eine pränatale Massage kann sowohl für die werdende Mutter, als auch für ihr Baby zum Verwöhnprogramm werden. / Bild: Fotolia
Pränatale Massage: Die Kraft der sanften Berührung

Bereits seit vielen Jahrhunderten hat sich die wohltuende Wirkung der Massage auf Körper und Geist bewährt. Eine Massage kann nicht nur unterstützend bei physischen Beschwerden wie Muskelverspannungen helfen, sondern auch dazu beitragen, die Psyche wieder in Einklang zu bringen. Auch eine Schwangerschaftsmassage kann gleichwertig dazu beitragen, das Wohlbefinden von werdender Mutter und Baby zu fördern.

Anstrengende „Kugelzeit“

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Gerade in der Schwangerschaft muss der Körper einer Frau einiges durchmachen und umso mehr leisten – schließlich wächst ein neuer Mensch in ihm heran. So kommt es in den neun Monaten für gewöhnlich zu einer Gewichtszunahme, einer Erweichung von Knochen sowie Gewebe und vermehrten Wassereinlagerungen. Diese Faktoren können schließlich zu weiterführenden Problemen wie Rückenproblemen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, schweren Beinen oder auch Kurzatmigkeit führen. Allgemein fühlen sich viele Schwangere vor allem im letzten Trimester sowohl physisch, als auch psychisch immer erschöpfter. Genau hier kann die Massage ansetzen und dabei helfen, Schmerzen zu reduzieren, Beschwerden sanft loszuwerden und wieder mehr in Einklang mit sich selbst zu kommen.

Sanft und gefühlvoll

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Eine Schwangerschaftsmassage sollte besonders vorsichtig und am besten von einem professionellen Masseur durchgeführt werden. Zu beachten gilt es dabei unter anderem, dass die pränatale Massage im ersten Trimester eventuell die Morgenübelkeit verstärken könnte. Sie sollte ganz indivuell auf die Schwangere und auch ihren Schwangerschaftsfortschritt angepasst werden, wobei gilt, dass nur massiert werden sollte, wie es sich für die Schwangere angenehm anfühlt. Unbedingt vermieden sollte bei einer Schwangerschaftsmassage die Rückenlage. Durch diese kann es sein, dass das gesamte Gewicht des Babys und der Gebärmutter auf die Hohlvene drückt und damit die Durchblutung der Plazenta reduziert. Idealerweise empfiehlt sich also eine stabile seitliche Lage, der Kopf sollte am besten unterstützend auf einem Kissen gelagert werden. Auch ein spezielles Massagebett mit einem größeren Loch für den wachsenden Bauch kann eine Alternative werden. Die Massagetechnik sollte besonders sanft durchgeführt und nur ein leichter Druck auf das Gewebe verübt werden. Unbedingt vor einer Massage an einen Arzt wenden sollten sich Schwangere mit (Risiko für) Präeklampsie, Morgenübelkeit, Schmerzen, Blutungen oder Bluthochdruck.

Körper und Geist in Balance

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Die Schwangerschaftsmassage bietet eine Vielzahl an Vorteilen, wie etwa eine Reduktion von Stresshormonen. Sie entfaltet damit besonders bei Nervosität und Angstzuständen eine lindernde und beruhigende Wirkung. Zudem kann sie dabei helfen, die Durchblutung anzuregen und Giftstoffe leichter abzutransportieren. Ebenso wird der pränatalen Massage eine Verbesserung der Herzgesundheit, eine Linderung von Gelenk- Kopf und Muskelschmerzen sowie eine Verbesserung der Gesundheit des Babys nachgesagt. Studien konnten sogar ergeben, dass sich das Risiko werdender Mütter, welche regelmäßig Massagen genossen, an einer postnatalen Depression zu erkranken, stark reduzieren ließe. Durch das in-Einklang-Bringen von Körper und Geist könne der werdenden Mutter zudem dabei geholfen werden, den Stress und die Schmerzen der Wehen besser in den Griff zu bekommen. In diesem Sinne kann die Schwangerschaftsmassage als eine sanfte Begleitung zur Geburt und eine sanfte, aber wirkungsvolle Unterstützung während der Schwangerschaft betrachtet werden – für die Gesundheit von Mutter und Baby.