Leben

Psychische Belastung durch On-Off-Beziehungen

Wenn eine Beziehung immer wieder zerbricht, ist häufig schlechte Kommunikation schuld. /Bild: Fotolia.
Psychische Belastung durch On-Off-Beziehungen

Eine Beziehung kann unser ganzes Leben sowie unser persönliches Wohlbefinden stark beeinflussen, und zwar in beide Richtungen: negativ wie positiv. Und fest steht auch, dass ein Beziehungs-Aus in den meisten Fällen viel Kummer bereitet. Vor allem aber dann, wenn eine Beziehung immer wieder beendet wird, um nach einer Zeit jedoch auch immer wieder aufgegriffen zu werden, ist die psychische Belastung für die Betroffenen groß. Wie eine diesjährige Studie nun bestätigte, können die psychischen Folgen einer On-Off-Beziehung für Betroffene sogar von erheblichem Ausmaß sein.

Gefühlschaos und Seelenkummer

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Nach der Studie der University of Missouri in Columbia, für welche Daten von über 500 ProbandInnen herangezogen wurden, lebten bereits über die Hälfte aller Erwachsenen zumindest einmal in einer On-Off Beziehung. Dass das instabile “Ein- und Abschalten” der Partnerschaft negative Auswirkungen haben kann, ist wenig überraschend. Häufig gehen instabile Beziehungen mit unzureichender oder schlechter Kommunikation, psychisch missbräuchlichen Mustern oder auch einem verringerten Bemühen um den Partner einher. Schwere Folgen daraus können nach Meinung der Forscher neben Depressionen auch Angststörungen sein, die das Leben stark beeinträchtigen können.

Schädliche Dynamik

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Typisch für instabile Beziehungen ist, dass einer der beiden Partner mehr in diese investiert, als der andere. Und die Problematik von On-Off-Beziehungen trifft nicht nur das binäre Paar Frau/Mann: In der Studie konnte ebenso aufgezeigt werden, dass die Instabilität in homo- wie heterosexuellen Beziehungen ähnlich ist. Mit der Zeit kann es dadurch zu immer mehr Unzufriedenheit und fehlender Wertschätzung in der Beziehung kommen, die Dynamik wird zum Teufelskreis und die Beziehung leidet oder zerbricht daran.

Ausweg in ein On oder Off

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In einer On-Off-Beziehung hilfreich sein kann, sich immer wieder die Ursachen für das Beziehungsende vor Augen zu führen und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Hineinschlitterns in gleiche Probleme abzuwiegen. In jedem Fall braucht es von beiden Partnerseiten zudem eine klare Kommunikation, um in Zukunft einen besseren Weg einschlagen zu können – wieder zu zweit oder auch besser alleine.