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Raucher bekommen früher graue Haare

Rauchen altert nicht nur die Haut, sondern auch das Haar ! /Bild: Fotolia
Raucher bekommen früher graue Haare
Trixi Kouba

Mit dem Alter sprießen beim Menschen graue Haare. So weit so gut. Doch nicht nur die gehäuften Lebensjahre, sondern auch das Rauchen kann zum Erbleichen der Haarpracht führen.

Generell verringert sich die Produktion der Pigmentzellen menschlicher Haare ab dem 30. Lebensjahr in jeder Dekade um 10 bis 20 Prozent. Diese abgeschwächte Melaninproduktion ist für das Verblassen der Haarfarbe verantwortlich. Zwar kann nichts getan werden, um diesen Prozess zu verhindern oder umzukehren, frühzeitiges Ergrauen der Haare kann aber noch gestoppt werden: Und zwar durch den Verzicht von Zigaretten. Durch Nikotinkonsum altert nämlich nicht nur die Haut frühzeitig, sondern auch das Haar. Mehr Raucher verlieren schon vor dem 30. Lebensjahr ihre natürliche Haarfarbe als es bei ihren nichtrauchenden Mitmenschen der Fall ist. Zu diesen Ergebnissen kamen Forscher sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Grau vor dem 30. Lebensjahr

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Wissenschaftler untersuchten im Jahr 2010 innerhalb einer Studie die Farben der Kopfbehaarung von über 200 rauchenden und nichtrauchenden Jordaniern. Sie nahmen einige Daten auf: Das Alter, in dem die ersten grauen Haare zum Vorschein kamen, Körpergröße und -gewicht, BMI, Hüftumfang, Blutzuckerspiegel und Blutdruck, Geschlecht, Raucherverhalten und Krankheitsgeschichten. Anschließend wurden die Informationen miteinander verglichen. Während die anderen Faktoren keinen Einfluss auf die Farben am Haupt hatten, zeigte sich die Wirkung des Tabaks. Durchschnittlich trat das erste graue Haar mit 31,7 Jahren auf. Bei einem Viertel spross die graue Mähne schon unter 25 Jahren, bei dem zweiten Viertel erst über 40. Raucher tendierten stärker zu grauen Haaren vor dem 30. Lebensjahr als Nichtraucher innerhalb der Studie.

Rauchen, Stress & UV-Strahlen

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Der Mechanismus dahinter ist noch nicht ganz geklärt. Da Rauchen mit einem größeren „oxidativen Stress“ einhergeht, könnte dieser Effekt melaninproduzierende Zellen schädigen. Dadurch könnte es bei Rauchern schneller zu grauen Haaren kommen. Oxidativer Stress wird übrigens auch durch andere Faktoren ausgelöst. Auch Stress, schlechte Ernährung, starke Sonneneinstrahlung oder Umweltgifte können dadurch zum Ergrauen führen. Daneben ist auch ein Gen namens IRF4 in den Prozess involviert, der die Melanin-Produktion regelt. Wer seinen Haaren früher als anderen beim Ergrauen zusehen kann, hängt oft von den Genen ab.

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