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Richtige Ernährung bei Entzündungen

Richtige Ernährung bei Entzündungen
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Entzündungen sind eine natürliche Antwort des Organismus auf Stress. Normalerweise ist eine Entzündung ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers gegen Eindringlinge und Schadstoffe. Durch eine ungesunde Ernährung und Lebensweise können jedoch ebenfalls Entzündungsreaktionen ausgelöst werden, die sich mit der Zeit zu chronischen Entzündungsherden entwickeln und keineswegs mehr dem Erhalt der Gesundheit dienen.

Unentdeckte chronische Entzündungsherde haben in den meisten Fällen schwere Krankheiten zur Folge. Um diese Entwicklung vorzubeugen, ist ein präventiver Lebensstil unumgänglich, in dessen Mittelpunkt eine gesunde und entzündungshemmende Ernährung stehen sollte.

1) Entzündungshemmende Ernährung durch ausreichend Mineralstoffe
Eine ausgewogene Mineralstoffversorgung wirkt Entzündungen entgegen. Insbesondere Magnesium hat eine entzündungshemmende Wirkung. Ein Magnesium-Mangel kann daher die Entwicklung chronischer Entzündungen fördern. Magnesium könnte laut einer Studie eventuell sogar eine Alternative für Menschen sein, die unter entzündlichen Krankheiten leiden, aber auf die gefährlichen Nebenwirkungen pharmazeutischer Entzündungshemmer verzichten wollen.

Folgende Lebensmittel sind reich an Magnesium:
Amaranth, Quinoa, Hirse, Vollkornreis, Kürbiskerne, Mohn, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Meeresalgen, Mangold, Spinat, Brennnessel, Portulak, Basilikum, Majoran und Salbei.

2) Spinat
Spinat ist überdurchschnittlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Die grünen Blätter liefern auch gesundheitsfördernde Phytonährstoffe wie Carotinoide sowie mehr als ein Dutzend Flavonoide, welche wissenschaftlichen Untersuchungen zufolgehemmende Wirkung besitzen

3) Brokkoli
Neben dem entzündungshemmendem Vitamin C enthält der grüne Krauskopf krebshemmende und entgiftende Phytonährstoffe wie Sulforaphan und Glucosinolate.

4) Zwiebel und Knoblauch
Jede Menge Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe stecken in den Lauchgewächsen. Während Zwiebeln das Schwefelmolekül Onionin A und das Antioxidans Quercetin gegen entzündliche Prozesse zur Wehr setzen, ist auch Knoblauch ein altbewährtes Hausmittel gegen Entzündungen. Seine speziellen Schwefelverbindungen stimulieren die Schutzmechanismen des Immunsystems.

6) Braunalgen in der entzündungshemmenden Ernährung
Braunalgen wie Kombu, Wakame und Arame sind reich an Fucoidan, einem komplexen Kohlenhydrat, dem entzündungs- und krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Der Einsatz von Algen ist in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) sehr beliebt.

Die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren spielen in der Ernährungstherapie entzündlicher Erkrankungen wie Rheuma und bei Veränderungen im Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle. Sie verdrängen die Arachidonsäure und verringern so die Bildung der Eicosanoide.

7) Omega-3-Fettsäure

Lachs ist ein guter Omega-3-Lieferant. In 100 Gramm stecken etwa 1850 Milligramm der mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Lachs ist ein guter Omega-3-Lieferant. In 100 Gramm stecken etwa 1850 Milligramm der mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Besonders wirksam ist ein Vertreter der Omega-3-Fettsäure, die Eicosapentaensäure. Sie vermindert die Umwandlung von Arachidonsäure in Entzündungsbotenstoffe. Besonders reich an dieser Fettsäure sind Makrele, Lachs und Hering. Empfehlenswert ist daher der Verzehr von mindestens zwei Fischmahlzeiten pro Woche. So werden Sie neben Omega-3-Fettsäuren auch ausreichend mit dem lebenswichtigen Jod versorgt.

Fischölkapseln sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Oft schwankt die Qualität der im Handel erhältlichen Kapseln und neben den gewünschten Fettsäuren können auch Schwermetalle enthalten sein. Da der Stoffwechsel der Fettsäuren mit dem von Vitamin E verbunden ist, steigt der Vitamin-Bedarf bei einer erhöhten Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt ist wichtig, um eine Fehldosierung mit Fischölkapseln zu vermeiden.

Auch Walnüsse enthalten neben wertvollen Omega-3-Fettsäuren und darüber hinaus sogenannte Phenole, die eine vorbeugende Wirkung gegen Entzündungen der Atemwege haben sollen.

8) Meiden Sie entzündungsfördernde Lebensmittel

Mit dem starken Anstieg des  Zuckerkonsum in den letzten Jahrzehnten, ist auch das Risiko für niederschwellige Entzündungen gewachsen. Denn Süßigkeiten verstärkten die entzündungsfördernden Botenstoffe im Körper.

Milchprodukte sollten jedoch mit Vorsicht genossen werden. Sie verschleimen und übersäuern den Organismus, was Entzündungen wiederum begünstigen kann. Meiden Sie industriell verarbeitete Nahrungsmittel aller Art, Zusatzstoffe und Konservierungsmitte und glutenhaltige Getreideprodukte. Zudem sollten tierische Produkte generell reduziert werden, da Fleisch sehr viel Arachidonsäure enthält, welche Entzündungen auslöst.

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