Ernährung

Menopause mit Ernährung hinauszögern

Die Menopause kann mithilfe der Ernährung um drei Jahre verzögert werden. /Bild: Fotolia
Menopause mit Ernährung hinauszögern
Catharina Kaiser

Das Durchschnittsalter, in dem Frauen in die Menopause kommen, liegt bei 51 Jahren. Allerdings kann dieser Zeitpunkt durch eine spezielle Ernährungsweise hinausgezögert werden. Laut einer neuen Studie aus Schottland, würde der Konsum von Fisch und Hülsenfrüchten den Eintritt der Menopause verzögern, während ihn raffinierten Kohlenhydraten beschleunigen. Durch öligen Fisch und frische Hülsenfrüchte, wie Erbsen und Bohnen, könnten Frauen sogar ganze drei Jahre herausschlagen. Selbiges gilt für eine höhere Aufnahme von Vitamin B6 und Zink.

Menopause und Ernährung

Um die Zusammenhänge zwischen Menopause und Ernährung zu untersuchen, griffen die Forscher auf Daten der britischen Women’s Cohort Study zurück, an der mehr als 35.000 Frauen zwischen 35 und 69 Jahren teilnahmen. Darin lieferten die Teilnehmerinnen wichtige Informationen über potenziell einflussreiche Faktoren wie Gewichtsverlauf, körperliche Aktivität, Fortpflanzungsgeschichte und die Verwendung einer Hormonersatztherapie (HRT). Zudem gaben sie im Rahmen eines Fragebogens die Menge von ingesamt 217 Nahrungsmitteln an, die sie auf regelmäßiger Basis konsumiert wurden. Anschließend wurden diese Nahrungsmittel in unterschiedlichen Gruppen zusammengefasst und vier Jahre später wurden weitere Daten über den natürlichen Verlauf der Menopause einer jeden Teilnehmerin erhoben.

Hülsenfrüchte & fettiger Fisch

Insgesamt konnten die Forscher Daten von 14.000 Teilnehmerinnen sammeln, welche zu beiden Zeitpunkten Auskunft über ihre Ernährungsweisen lieferten. Die abschließende Analyse umfasste 914 Frauen, welche die Menopause zwischen dem 41. und dem 65. Lebensjahr auf eine natürliche Weise durchgemacht hatten. Dabei stellten die Forscher fest, dass jede zusätzliche Portion von fettigem Fisch und frischer Hülsenfrüchte, die pro Tag konsumiert wurden, mit einer Verzögerung von 3,3 Jahren assoziiert werden konnten. „Das bedeutet allerdings nicht, dass die Menopause jedes Mal hinausgezögert wird, sobald man eine Portion Fisch isst“, erklärt Studienleiterin Prof. Janet Cade. Natürlich geht es hierbei um eine langfristige Ernährungsweise und den gewohnheitsmäßigen Konsum von Fisch und Hülsenfrüchten. „Würde eine Frau regelmäßig zwei Portionen Fisch pro Tag konsumieren so würde die Menopause durchschnittlich 3 Jahre später eintreten, als bei einer Dame die nur eine Portion pro Tag isst“, so Prof. Cade.

Antioxidantien verzögern Menopause

Nach dem selben Prinzip wurde jede Portion raffinierter Kohlenhydrate, insbesondere Nudeln und Reis, mit einem verfrühten Beginn der Menopause verbunden. Im Durchschnitt begann sie 1,5 Jahre früher. Grund dafür sei, dass Omega-3-Fettsäuren in fettigem Fisch die antioxidative Kapazität im Körper stimulieren und auch Hülsenfrüchte einen großen Anteil an Antioxidantien liefern. Nachdem Antioxidantien die Entwicklung der Eizellen beeinflussen, kann die Menstruation durch die Aufnahme verlängert werden. Im Gegensatz dazu erhöhen raffinierte Kohlenhydrate das Risiko einer Insulinresistenz, welche die Sexualhormonaktivität beeinträchtigen und den Östrogenspiegel erhöhen kann. Beide haben die negative Eigenschaft, dass sie die Eizellenversorgung schneller verringern und so zu einem früheren Eintritt der Menopause beitragen.