Gesundheit

Rückruf von Brustimplantaten: Rund 500 Krebs-Fälle

Laut der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) sind rund 500 Frauen aufgrund fehlerhafter Implantate von einer seltenen Form von Bruskrebs betroffen/ Bild: Fotolia
Rückruf von Brustimplantaten: Rund 500 Krebs-Fälle
Paulin Klärner, BA

Das weltweit bekannte Pharmaunternehmen „Allergan“ hat vor kurzem eine Reihe seiner Brustimplantate zurückgerufen. Der Grund: Ein mögliches Krebsrisiko. Laut der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) wurde jene Entscheidung getroffen, nachdem rund 500 Frauen mit „Allergan“-Brustimplantaten an einer besonders seltenen Form von Brustkrebs, genannt „Lymphom BIA-ALCL“ (“breast implant-associated anaplastic large cell lymphoma”), erkrankt sind. 33 Frauen seien bereits verstorben. „Die Gesundheit der Patienten hat für Allergan Priorität“, heißt es in einem dem Rückruf folgenden offiziellen Statement von „Allergan“.

1 Fall in Österreich

Und auch in Österreich gibt es laut dem österreichischen Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) einen Brustkrebsfall, der durch ein Implantat ausgelöst wurde, wie der Kurier berichtete. In Österreich seien die Rückrufe der Implantat-Reihe „Biocell“ aber bereits 2018 von statten gegangen – es sollen demnach mittlerweile keine jener Implantate mehr im Umlauf sein.

Regelmäßige Kontrollen dringend empfohlen!

Frauen mit Brustimplantaten sollten laut FDA regelmäßig zu Untersuchungen gehen, um eventuelle Erkrankungen frühzeitig zu erkennen – und auch die Aufklärung der Patientinnen sei von großer Bedeutung, heißt es in der Stellungnahme des BASG: „Patientinnen mit Implantatwunsch, insbesondere jene, die Implantate besonders langfristig behalten wollen, sollte im Rahmen der Aufklärung klargemacht werden, dass Implantate eine begrenzte zeitliche Haltbarkeit aufweisen und daher generell von der Notwendigkeit wiederholter Re-Operationen auszugehen ist“. Erste Anzeichen seien demnach Schmerzen und Schwellungen. In diesem Fall sollte sofort der Arzt/die Ärztin des Vertrauens aufgesucht werden.