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Schlaflose Kindernächte: Was tun ?

Wenn Kinder nachts keine Ruhe finden, sind Eltern oft ratlos. Lesen Sie hier, wie man mit Schlafproblemen der Kleinen umgehen sollte. /Bild: Fotolia
Schlaflose Kindernächte: Was tun ?

Wenn Kinder abends schlafen gehen sollen, sind für die Kleinen plötzlich tausend andere Dinge wichtiger und interessanter. Für die Eltern wird dadurch nicht nur das Zubettgehen zur Tortur, auch danach wird die nächtliche Erholung durch ihren Nachwuchs meist mehrmals unterbrochen. Bei kleinen Kindern sind Schlafprobleme in der Regel normal, in manchen Fällen sollte man sich aber Hilfe von Experten holen.

Eltern oft unsicher

Viele Eltern sind unsicher und wissen nicht genau, wie viel Schlaf ihr Nachwuchs eigentlich braucht. Das Schlafbedürfnis von Kindern ist vom Alter abhängig. Neugeborene brauchen ungefähr 16 bis 18 Stunden Schlaf, Einjährige zwischen 12 und 15 Stunden und ab vier Jahren reichen ungefähr 12 Stunden. Natürlich sind diese Angaben nur eine grobe Orientierung. Dass Säuglinge in der Nacht häufig wach werden und Kleinkinder nicht so einfach Schlaf finden, kann viele Gründe haben. Eltern sollten versuchen herauszufinden, was die Ursachen für die Schlafprobleme sein könnten. Eventuell müssen die Erlebnisse des Tages verarbeitet werden, oder es sollte auf den Mittagsschlaf verzichtet werden, oder vielleicht sind Schmerzen der Grund.

Körperliche Ursachen

In den wenigsten Fällen haben die schlaflosen Nächte medizinische Gründe. Schlafprobleme bei Babys sind normal, Eltern sollten aber auf Anzeichen anderer Beschwerden achten. Lautes Atmen kann ein Indiz für eine Atemwegserkrankung sein und auch Verdauungsprobleme können die Kleinen nachts wach halten. Generell muss darauf geachtet werden, dass körperliche Ursachen für die Schlafstörungen ausgeschlossen werden können. Bei Bedenken holen Sie besser den Rat Ihres Hausarztes ein.

Rituale

Feste Abendrituale helfen dem Kind sich auf das Schlafengehen vorzubereiten und den Tag ruhig ausklingen zu lassen. Das könnte beispielsweise ein warmes Bad, eine Geschichte, eine Hörspielkassette oder ein Lied sein. Die Eltern sollten bei der Schlafenszeit auch auf Regelmäßigkeit achten. Am besten sollte das Kind jeden Abend etwa zur gleichen Zeit ins Bett gehen, damit der Schlaf-Wach-Rhythmus des Kindes nicht durcheinander kommt. Durch feste Rituale und Regelmäßigkeit wird dem Kind Beständigkeit vermittelt.

Sorgen und Albträume

Auch Sorgen und Ängste können Kinder am Schlaf hindern. Wenn sich die Kleinen vor Monstern unter dem Bett fürchten, sollten die Eltern das auf jeden Fall ernstnehmen. Ein Weg zur Angstbewältigung könnte beispielsweise ein gemeinsames Basteln eines Kuschelmonsters oder eines Traumfängers sein. Wenn die Kleinen selbst Vorschläge zur Vertreibung der Angst haben, sollten die Eltern sich darauf einlassen. In bestimmten Entwicklungsphasen kann es auch zu Albträumen kommen. Es ist wichtig, dass Eltern die Befindlichkeiten ihrer Kinder wahrnehmen und sich die Zeit nehmen, am Abend vor dem Schlafengehen beruhigend auf sie einzuwirken. Hier kann auch ein kleines Nachtlicht oder eine leicht geöffnete Zimmertür helfen.

In manchen Fällen kann jedoch auch eine stärkere emotionale Belastung die Ursache für die Schlafstörung sein. Streit in der Familie, Probleme in der Schule oder Leistungsdruck führen oft zu emotionalem Stress. Psychische Belastungen sollten gemeinsam mit den Eltern und einem Kinderpsychologen aufgearbeitet werden.