Gesundheit

Schlaflosigkeit macht uns wütend und frustriert

Schlaflosigkeit wirkt sich extrem negativ auf Körper und Seele aus/ Bild: Fotolia
Schlaflosigkeit macht uns wütend und frustriert
Paulin Klärner

Dass Schlaflosigkeit zahlreiche negative Effekte auf Körper und Psyche hat, ist wohl nichts Neues. So schwächt zu wenig Schlaf nachweislich das Immunsystem, die Konzentration lässt nach und einfache Aufgaben des Alltags werden zur Herausforderung. Wie sehr sich Schlafstörungen außerdem auf unser Aggressionspotential auswirken, wurde bisher noch nicht untersucht.

Schlaflosigkeit macht wütend!

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Wer schon öfters von schlaflosen Nächten gequält wurde, kennt das Gefühl: Am Tag danach leidet nicht nur die Konzentration, auch die Laune lässt zu wünschen übrig. Um diesem Phänomen genauer auf den Grund zu gehen, haben Forscher der Iowa State University in einer Studie untersucht, wie sich Schlafentzug auf die Stimmung der TeilnehmerInnen auswirkt. Für das Experiment wurden zwei Gruppen verglichen: Eine Gruppe schlief im Schnitt 7 Stunden pro Nacht, die andere nur 4 bis 4 ½ Stunden. Mithilfe von Tests, bei denen die ProbandInnen Produkte bewerten und währenddessen störende Geräusche über sich ergehen lassen mussten, wurde gemessen, wie sich das Aggressionspotential und die Frustrationsgrenze bei den ausgeschlafenen und unausgeschlafenen TeilnehmerInnen unterschieden.

Die Ergebnisse:

Jene StudienteilnehmerInnen, die zu wenig schliefen, waren viel schneller frustriert und wütend als jene, die die vergangenen Nächte genügend Schlaf abbekommen hatten. Während sowohl die Ausgeschlafenen als auch die Unausgeschlafenen die Geräusche während der Tests als störend empfanden, waren die müden ProbandInnen sogar ohne die Geräusche gereizt und schlecht gelaunt.

Fazit: Schlaflosigkeit wirkt sich extrem auf unsere Stimmung aus und führt zu einer niedrigeren Frustrationsgrenze, Konzentrationsstörungen, depressiven Verstimmungen und vielen weiteren negativen Effekten auf Körper und Psyche.