Gesundheit

Schlafstörungen effektiv entgegenwirken – kann CBD die Antwort sein?

CBD hebt die Stimmung, wirkt beruhigend und hilft damit gegen Schlafstörungen. /Bild: Fotolia
Schlafstörungen effektiv entgegenwirken – kann CBD die Antwort sein?
Supermed

Einfach mal richtig durchschlafen. Eine Nacht, ohne langes Einschlafen, ohne die Plage des ständigen Aufwachens, mit einem Morgen, an dem man sich selbst richtig fit und erholt fühlt. Diese Beschreibung sollte die Regel sein, doch ist sie für viele Schlafgestörte die absolute Ausnahme. Schlafstörungen klingen auf den ersten Blick überhaupt nicht so tragisch, doch wer darunter leidet, weiß, dass infolge des Schlafverlustes nahezu alles in Mitleidenschaft gerät: Konzentration, Fitness, Immunsystem, Leistung, Stimmung. Geplagte wissen zudem, dass gewöhnliche Schlafmittel keine wirkliche Hilfe sind, da sie mehr Probleme mit sich bringen, als dass sie helfen. Aber könnte hier nicht auch CBD helfen? Dieser Artikel schaut sich die Frage einmal an.

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Abbildung 1: Endlich wieder ausschlafen? Diese Hoffnung hegen viele Menschen mit Schlafstörungen – doch mit welchen Mitteln lässt sich dies tatsächlich erreichen? /Bild: C_Scott (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Welche Ursachen haben Schlafstörungen?

Schlafstörungen haben selten – mit Ausnahme von Schmerzen, aktuellen Infekten, Nervenreizungen oder dem Restless-Legs-Syndrom – eine direkte körperliche Ursache. In den meisten Fällen sind Einschlaf- und Durchschlafstörungen tatsächlich psychischer Natur, was viele Betroffene erschrecken dürfte. Dabei muss freilich erst einmal erklärt werden, wenn eine Schlafstörung vorliegt:

  • Schlechte Nacht – wer hin und wieder nicht richtig ein- oder durchschlafen kann, der leidet nicht an einer Schlafstörung. Hier liegt auch kein psychisches Problem vor, da bei jedem Menschen nach oder vor außergewöhnlichen Umständen das Hirn in der Nacht auf Hochtouren läuft.
  • Wiederholend – wer hingegen mehrmals hintereinander, mehrmals in der Woche oder über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen schlecht einschläft, immer wieder aufwacht oder sich allgemein nicht erholt fühlt, der leidet unter einer Schlafstörung.
  • Schlecht erholt nach Schlaf – auch das ist keine direkte Schlafstörung, sondern meist auf eine körperliche Ursache – dem Schnarchen – zurückzuführen.

Der menschliche Körper benötigt den Schlaf, er ist ein ganz natürlicher Zustand. Während der Nacht regeneriert sich der Organismus, das Hirn verarbeitet aber auch die Ereignisse des Tages. Dies geschieht für gewöhnlich im Schlaf. Ist das Hirn jedoch überlastet oder belastet eine Erfahrung, ein Ereignis oder auch Stress die Psyche, kann das Hirn nicht »abschalten«. Betroffene kennen das Problem: Sie schlurfen praktisch schon im Halbschlaf ins Bett, doch sobald der Kopf das Kissen berührt und das Licht aus ist, schaltet das Hirn in den höchsten Gang. Betroffene wälzen sich nun im Bett hin und her, schlummern nur für kurze Momente ein, schaffen es aber nie, in den Tiefschlaf zu fallen. In der Folge stehen sie morgens wie gerädert auf und schleppen sich durch den Tag. Kommt dies häufiger vor, hat das körperliche Folgen: Der Appetit nimmt ab, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sinkt, das Immunsystem wird schwächer. Irgendwann kommt es zu einem absoluten Zusammenbruch, an dem gar nichts mehr geht. Die Diagnose: Burn-out oder Depression.

Konventionelle Therapie

Schlafstörungen dürfen niemals allein mit Tabletten oder anderen Medikamenten behandelt werden. Diese helfen zwar kurzfristig und schaffen Erholung, doch lösen sie keine Probleme. Leider verschreiben europaweit Ärzte sehr schnell Schlafmittel, ohne Patienten auf die Folgen aufmerksam zu machen:

  • Abhängigkeit – Schlafmittel machen sehr schnell abhängig. Die einstige Dosis reicht nicht mehr, Patienten müssen immer höhere Dosen nehmen und schließlich zu anderen Mitteln greifen.
  • Folgen – Schlafmittel wirken, wie das Schmerzmittel beim gebrochenen Arm. Sicherlich hilft das Schmerzmittel gegen die Schmerzen, doch sollte der Knochen nicht gerichtet und der Arm geschient werden, kann der Körper nicht heilen. Die Wirkungsweise von typischen Schlafmitteln ist ähnlich. Sie bringen Schlaf, lösen aber nicht das eigentliche Problem.

Wer erst einmal nur schlafen möchte, der sollte direkt zu einem Neurologen und Psychiater gehen und sich von diesem ein Schlafmittel verschreiben lassen. Es gibt durchaus Antidepressiva mit schlaffördernder Wirkung, die auch nach längerer Einnahme nicht süchtig machen – und praktischerweise eine Hilfe bei der Findung der Schlafprobleme darstellen. Wichtig: Sollte der Arzt ein Benzodiazepin verschreiben, muss dieses abgelehnt und die Praxis verlassen werden. Die Mittel machen stark abhängig. Um den Schlafstörungen wirklich auf den Grund zu gehen, hilft eine Therapie, doch anfangs kann auch ein Tagebuch helfen:

  • Was ist passiert? – Betroffene sollten überlegen, was in ihrem Leben geschehen ist, das die Schlafstörung auslösen konnte. Hierbei gilt nicht nur die aktuelle Zeit, sondern auch die Vergangenheit. Oftmals sind es dutzende kleine Dinge, die Betroffene wachhalten, die aber für sich genommen nicht belastend erscheinen.
  • Gedanken aufschreiben – auch das Aufschreiben der eigenen Gedanken und Gefühle kann helfen. Durch das Niederschreiben sind sie praktisch »aus dem Kopf« draußen und können besser analysiert werden.
  • Routinen – jeder, der nicht schlafen kann, sollte sich feste Routinen schaffen. Der letzte Stunde vor dem Zubettgehen sollte immer gleich ablaufen.

CBD als Alternative?

Auch CBD kann keine Ursachen abstellen und echte Probleme lösen, doch kann es als natürliches und nicht süchtig machendes Schlafmittel genutzt werden. Es wirkt:

  • Schlaffördernd – CBD senkt die Hormonspiegel, die den Körper auf Trab halten. Somit hilft es, in einen passenden Schlafzustand zu gelangen.
  • Beruhigend – CBD hat eine beruhigende Wirkung, die sich positiv auf die Psyche und auf den Schlaf auswirkt.
  • Angstlösend – viele Schlafgestörte haben echte Angst, ins Bett zu gehen. Die Angst zeugt aus der Erfahrung, dass die Nacht wieder mies wird. CBD löst Angstgefühle und beruhigt, was dem Schlaf förderlich ist.
  • Stimmungsaufhellend – CBD lässt den Serotoninspiegel im Körper ansteigen, sodass es sich positiv auf niedergeschlagene und depressive Stimmungen auswirkt.

Grundsätzlich empfiehlt sich CBD als Alternative zu Schlafmitteln und zu allen natürlichen Mitteln, wenn diese keine Wirkung zeigten. Dennoch sollten Betroffene sich in professionelle Behandlung begeben und versuchen herauszufinden, worin sich die Schlafstörungen begründen. Nur, wenn diese Probleme behoben sind, kann sich eine dauerhafte Besserung einstellen.

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Abbildung 2: CBD kann wieder für Schlaf sorgen – die Ursachen der Schlaflosigkeit müssen jedoch zusätzlich bekämpft werden. /Bild: Engin_Aykurt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit – eine Hilfe, keine Lösung

Kann ein Mensch nicht mehr schlafen, gibt es immer eine Ursache, die unbedingt herausgefunden und behoben werden muss. Auf dem Weg dahin und als Mittel, um endlich wieder Erholung zu finden, ist CDB die bessere Wahl als typische Schlafmittel. Bei CBD tritt kein Gewöhnungseffekt ein, zudem macht es nicht abhängig, was gegenüber üblichen Schlaftabletten schon ein großer Vorteil ist. Dennoch kann es keine Ursachen abstellen. Diese Ursachenbehebung – und die Erforschung – muss jeder Schlafgestörte selbst betreiben und sich dafür an professionelle Stellen wenden.