Baby

Schluckauf beim Ungeborenen: Kein Grund zur Sorge

Der Schluckauf des ungeborenen Babys ist für die werdende Mutter nicht nur spürbar, sondern auch oft sichtbar. / Bild: Fotolia
Schluckauf beim Ungeborenen: Kein Grund zur Sorge

Bestimmt kennt es ein jeder. Man sitzt umgeben von anderen Menschen im Bus, Büro oder auch im Kino und plötzlich beginnt er. Schluckauf. Gnadenlos, unangemeldet und reflexartig kommt es zu einem in regelmäßigen Abständen wiederkehrendem „Hicks“. Das ist zwar stets harmlos, kann jedoch dennoch unangenehm werden – man möchte schließlich auch nicht um jeden Preis akustisch auffallen. Doch Schluckauf trifft nicht nur Kinder und Erwachsene: Bereits im Bauch kann es beim Fötus zum wiederkehrenden Reflex kommen. Die werdende Mutter kann ihn nicht nur sehen, sondern auch spüren. Doch welchen Sinn hat dieser und wie kommt es dazu?

Wie entsteht Schluckauf?

robbe

Schluckauf entsteht durch eine schnelle, unfreiwillige Kontraktion des Zwerchfells, welches den Brust- vom Bauchbereich trennt, mit einem etwas verzögert auftretendem Verschluss der Stimmritze. Dadurch entsteht der charakteristische Ton, der sich in verschiedenen Rhythmen bemerkbar macht. Schluckauf kann als eine ganz normale physiologische Reaktion auf eine Nervenreizung verstanden werden und ist zwar etwas lästig, jedoch nicht schädlich.

Alles funktioniert

hiccup

Schluckauf beim Ungeborenen ist für werdende Mütter oftmals beunruhigend. Viele fürchten, dass sich der Fötus dabei verschlucken könnte, was praktisch jedoch nicht möglich ist, da die Stimmritze noch fest verschlossen ist. Schluckauf ist nach Lisa Witepski, Redakteurin auf www.livingandloving.co.za an sich ein positives Zeichen, dass viele Körperfunktionen bereits einwandfrei funktionieren. Aus diesem lässt sich etwa schließen, dass sich die Atemwege normal entwickeln – Schluckauf ist damit eine ganz ausgezeichnete Atemübung für den Fötus.

Auch ist Schluckauf ein zusätzlicher Indikator für ein gesundes Nervensystem – ohne ausreichende Kommunikation zwischen Gehirn und Rückenmark wäre Schluckauf erst gar nicht möglich. Ebenso lässt sich aus dem fötalen Schluckauf schließen, dass verschiedene Aktivitäten wie Saugen, Daumenlutschen oder auch Gähnen bereits funktionieren. Diese lösen oftmals sogar den Schluckauf direkt aus. Kommt der Schluckauf ungewohnt häufig oder auch intensiv vor, kann es sinnvoll sein, dennoch ärztlichen Rat darüber einzuholen, da hier auch die Nabelschnur eine Schlüsselrolle spielen könnte.