Gesundheit

Schnarcher sind eher krank

Schnarcher sind eher von chronischen Krankheiten betroffen. /Bild: Fotolia
Schnarcher sind eher krank
Trixi Kouba

Regelmäßiges lautes Schnarchen kann den Partner in den Wahnsinn treiben. Doch das bleibt nicht das einzige Risiko: Schnarchen kann gefährlich für die Herzgesundheit werden – selbst, wenn keine Schlaf-Apnoe dahintersteckt.

Die sogenannte Schlaf-Apnoe bewirkt einen Atemstopp während des Schlafes, blockiert die Luftröhre und verhindert frische Sauerstoffzufuhr zu den Lungen. Dieses Symptom tritt zwischen fünf und dreißig Mal pro Stunde auf. Wie oft solche nächtlichen Atemstopps vorkommen, hängt vom Schweregrad der Störung ab. Bemerkt der Körper die verringerte Sauerstoffmenge, schreckt er aus dem Schlaf. Der Schlafende erwacht dann manchmal mit einem Röcheln oder Luftschnappen. Durch das regelmäßige Aufwachen wird ein erholsamer Schlaf verhindert. Nicht nur Müdigkeit und Schlappheit sind die Folgen, sondern auch gesundheitliche Risiken: Laut der American Heart Association ist regelmäßiges Schnarchen durch Schlaf-Apnoe mit erhöhtem Blutdruck, Schlaganfällen und Herzerkrankungen verbunden

Jeder Fünfte betroffen

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Schlafapnoe ist keine ungewöhnliche Schlafstörung. Jeder fünfte Erwachsene ist zumindest von einer leichten Form betroffen. Männer haben damit eher zu kämpfen als Frauen. Auch Übergewicht kann zur Schlafapnoe beitragen. Grund dafür ist das zusätzliche Gewicht, welches auf den Muskeln ruht. An sich persönlich ist eine Schlaf-Apnoe nicht immer leicht festzustellen, wenn man alleine lebt. Meist erkennen Partner oder Mitbewohner die Symptome beim Schlafenden. Die Betroffenen fühlen sich am nächsten Tag meist sehr müde und ausgelaugt und können durch fehlende Energie und Konzentration eher in Unfälle im Verkehr geraten. Doch auch Schnarcher ohne diese Kondition gefährden ihr Herz:

Schnarcher werden eher krank

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In zunehmenden Lebensjahren neigen Menschen immer mehr zum Schnarchen. Ein internationales Forscherteam aus Kanada und Bangladesch untersuchte die Zusammenhänge zwischen Schnarchen und chronischen Erkrankungen. Die Studienergebnisse zeigten, dass Schnarchen sowohl mit Bluthochdruck, Diabetes, Koronare Herzerkrankung und COPD zusammenhing: Schnarcher oder Menschen, die weniger als das empfohlene Schlafpensum erreichten (7 Stunden täglich), leiden demnach häufiger an chronischen Krankheiten als ausgeruhte Personen.