Schönheitsschlaf: Fakt oder Mythos ?

Langschläfer aufgepasst: Ist das die perfekte Ausrede, um noch mehr Stunden im Bett zu verbringen ? /Bild: Fotolia
Schönheitsschlaf: Fakt oder Mythos ?
Trixi Kouba

Langschläfer unter uns argumentieren immer gerne mit dem dringend benötigten Schönheitsschlaf, um sich ins Kissenfort zu verziehen. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um eine Tatsache oder doch nur um einen Mythos mit Augenzwinkern?

Schlaf macht schön

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Jeder hat wohl schon bei sich selbst entdeckt, dass Schlafmangel kein gutes Licht auf einen wirft. Dunkle Schatten unter den Augen, Blässe und verquollene Augen sind der ständige Wegbegleiter von schlaflosen Menschen. Doch auch wissenschaftlich zeigte sich: Schlafen macht schön. Eine schwedische Untersuchung mit 23 gesunden aber unausgeschlafenen Erwachsenen zwischen 18 und 31 Jahren zeigte: Nicht nur die Attraktivität sondern auch die wahrgenommene Gesundheit verringerte sich, wenn Teilnehmer zu wenig Schlaf bekamen. Dazu bewerteten Beobachter die Fotos der ausgeschlafenen und unausgeschlafenen Teilnehmer. Studienleiter John Axelsson vom Karolinska Institut in Schweden hat deshalb einen einfachen und billigen Beauty-Tipp: „Wenn du gesund und attraktiv aussehen willst, ist es besser einen guten Nachtschlaf zu bekommen, und viel billiger als andere Schönheitsbehandlungen“. Selbst wenn es nicht so offensichtlich ist, hat der Mensch die Fähigkeit, winzige Anzeichen für Schlafentzug sofort in seinem Gegenüber zu erkennen. Das könnte evolutionäre Vorurteile haben, denn: Ein attraktives Gesicht ist ein Zeichen für einen gesunden Körper. Die Gesundheit des Menschen wirkt sich wiederum auf die Partnerwahl aus. Wer stark und gesund wirkt, findet aus evolutionärer Sicht schneller einen Partner.

Hormonausschüttung im Schlaf

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Schönheit braucht Schlaf. Der Grund dafür liegt auch an der Ausschüttung von Wachstumshormonen während des Schlafes. Die Hormone sorgen dafür, dass sich Hautzellen regenerieren können. Bei zu wenig oder einem gestörten Schlaf kommt auch die Hormonausschüttung zu kurz. Die Folge ist eine knitterige und dünne Haut. Laut der Dermatologin Patricia Wexler können nur fünf Stunden Schlaf pro Nacht zu doppelt so vielen leichten Falten führen als sieben Stunden Schönheitsschlaf. Die Haut trocknet zudem stärker aus und macht die Falter leichter sichtbar.

Augenringe & Totenblässe

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Gleichzeitig sind rosige Bäckchen unter Schlafentzug Mangelware. Der fehlende Schlaf sorgt für eine geringere Durchblutung der Gesichtshaut und lässt die Haut blass und transparent erscheinen. Durch die gestörte Durchblutung kann sich Blut unterhalb der Augen ansammeln und zeigt sich – durch die dünne Hautschicht unter den Augen – in Form von dunklen Augenringen.

Das heißt: Die Sorge um seinen Schönheitsschlaf ist absolut berechtigt, um mehr Zeit in seinen Laken zu verbringen!