Gesundheit

Schon ab 2 Stunden in der Woche verbessert die Natur unsere Gesundheit

Eine aktuelle Studie zeigt einmal mehr, dass die Natur einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat/ Bild: Fotolia
Schon ab 2 Stunden in der Woche verbessert die Natur unsere Gesundheit
Paulin Klärner, BA

Zeit im Grünen ist eine wahre Wohltat für Körper und Seele. Das sagt uns nicht nur unser Hausverstand, sondern auch zahlreiche Studien. Eine aktuelle Untersuchung widmete sich nun im Detail der Anzahl an Stunden, die man in der Natur verbringen muss, um die positiven gesundheitlichen Effekte voll auszuschöpfen.

Grün tut gut!

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Zeit in der Natur senkt nachweislich das Stresslevel und beugt Depressionen vor. Eine Langzeitstudie hat sogar gezeigt, dass Kinder, die viel Zeit im Grünen verbringen, später seltener von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Weitere Untersuchungen zeigen, dass sich die in der Natur verbrachte Lebenszeit auch positiv auf die Sterblichkeit von Menschen auswirkt.

2 Stunden pro Woche sind das Minimum

Das Forscherteam der Universität Exeter, deren Studie im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde, hat die Daten von rund 20.000 Menschen untersucht, von denen eine Hälfte viel Zeit im Grünen verbrachte, während die andere Hälfte die Natur eher scheute. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die sich in der Woche ca. 200-300 Minuten im Grünen aufhalten, gesünder und glücklicher sind. Was hierbei besonders interessant ist: Es war nicht von Belangen, ob die Menschen 2 Stunden am Stück in der Natur verbrachten oder die 2 Stunden frei über die Woche verteilt waren. Unter jener Stundenanzahl konnten aber keine Unterschiede zu den Naturmuffeln nachgewiesen werden. Bei der in der Natur verbrachten Zeit sei es laut ForscherInnen allerdings egal, ob diese in einem „richtigen“ Wald oder im nächsten grünen Park in der Stadt stattfindet, auch Bewegung spielt hierbei keine große Rolle – das heißt, auf einer Bank zu sitzen und nachzudenken habe einen ähnlichen Effekt auf das Wohlbefinden wie ein Spaziergang. „Zwei Stunden pro Woche sind hoffentlich ein realistisches Ziel für viele Menschen, zumal man diese über die ganze Woche verteilen kann, um den positiven Effekt zu erreichen,“ konkludieren die Forscher.