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Selbstversuch von James Halbin: Nie wieder duschen !

Was passiert, wenn man mit dem Duschen einfach aufhört ? /Bild: Fotolia
Selbstversuch von James Halbin: Nie wieder duschen !
Trixi Kouba

James Halbin ist Buchautor und Senior-Redakteur bei „The Atlantic“. Nach dem Schreiben eines Artikels zum Thema Wasserverschwendung entschloss er sich dazu in einem Selbstversuch graduell weniger zu duschen. Heute duscht er fast gar nicht mehr. Was passiert, wenn man aufhört zu duschen, und wie viele Freunde hat man am Ende noch?

Stinken aus Neugierde

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Bei seinen Recherchen rechnete der Journalist heraus, dass wir Menschen 12.167 Stunden damit verbringen, uns zu waschen, wenn man davon ausgeht 100 Jahre alt zu werden und 20 Minuten täglich für Körperhygiene verwenden. Das sind fast zwei Jahre unseres Lebens. Dabei gehen jede Menge Wasser, Seife und Lotion drauf. Er schrieb: „Es ist nicht nur die Schuld der Werbung, sondern auch unsere persönliche Erfahrung, dass wir nach ein paar Tagen ohne Dusche oder selbst nach einem Tag, fettige und stinkende Biester werden. Aber was, wenn man diese Tage voller Fettigkeit und Geruch durchzieht und einfach weitermacht?“ Nicht aus Langeweile, sondern aus Neugierde will er genau das getan haben.

Bakterien als Helferlein

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Er wurde zu einem fettigen, stinkenden Biest. Der starke Körpergeruch stammt von Bakterien, die auf unserer Haut und von unseren Körperausscheidungen wie Schweiß leben. Tägliche Anwendungen von Seife und Shampoo bringt dieses Gleichgewicht durcheinander. Als Halbin damit begann, auf seine tägliche Dusche zu verzichten, hatten die Bakterien erstmal einiges zu tun. Doch das Ökosystem pendelte sich schnell wieder ein, der starke Geruch legt sich. Er würde zwar noch immer nicht nach Rosenwasser duften, aber „nach einer Person“. Dieser Verzicht kam bei Halbin aber nicht von einem Tag auf den anderen. Als er sich mit Hautmikroben beschäftigte, begann er von Tag zu Tag weniger Seife, Shampoo, Deodorant und seine Dusche zu verwenden. Irgendwann hörte er mit allem einfach ganz auf.

Händewaschen erlaubt

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Ganz aufgegeben hat er die Körperhygiene nicht. Obwohl Seifen und Duschen jetzt eine fast gänzlich unwichtige Rolle in seinem Leben spielen, wäscht sich Halbin immer noch durchgehend seine Hände, um übertragbare Krankheiten zu vermeiden. Auch bei sichtbaren Verschmutzungen oder nach intensiven Sporteinheiten wäscht er sich, um sich der Gesellschaft anzupassen. Und an einem „Bad-Hair-Day“ feuchtet er seine Haare an, verwendet dabei aber keine Mittel und steigt dafür auch nicht in die Dusche. Statt herkömmlichen Deos verwendet er jetzt aluminiumfreie. Laut Aussagen seiner Freunde würde der Redakteur auch nicht übel riechen.